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MI | 11.04.2012
lentia2000 (Bild:APA)
GERICHTLICH
Zustimmung zum Lentia-2000-Umbau
Das Bezirksgericht Linz hat jetzt dem Um- und Zubau des Lentia 2000 zugestimmt. Ein Wohnungseigentümer – der wirtschaftlich schärfste Konkurrent des Lentia-Besitzers - hatte sich gegen die Pläne quergelegt.
Zu- und Umbau seit zehn Jahren verhindert
Lentia-2000-Besitzer und Plus-City-Geschäftsführer Ernst Kirchmayr will seit zehn Jahren die Shopping-Meile im Lentia ausbauen. Senior-Besitzer des Uno-Shopping-Geschäfts und damit größter Konkurrent Kirchmayrs, Josef Handlbauer, soll versucht haben, das zu verhindern - mit dem Kauf einer Eigentumswohnung im Lentia 2000.

Parteistellung durch Wohnungserwerb
Das Bezirksgericht sah es jetzt als erwiesen an, dass Handlbauer nur deshalb die Eigentumswohnung im Lentia erworben hat, um Parteistellung zu erlangen. In einen ursprünglichen Beschluss hieß es nämlich: Die Miteigentümer müssen dem Um- und Zubau zustimmen.
Handlbauer soll daraufhin versucht haben - so formulierte es das Bezirksgericht Linz - als Wohnungseigentümer im Lentia, die Ausbaupläne seines Konkurrenten Kirchmayr mit dem Kauf der Wohnung zu vereiteln, zumindest jedoch zu verzögern.
Bezirksgericht sprach Handlbauer schuldig
Außerdem habe Handlbauer zur Verschleierung seiner Absicht eine Treuhandkonstruktion gewählt, so der Beschluss.

7.200 Euro Verfahrenskosten
Handlbauer muss jetzt die Verfahrenskosten in der Höhe von 7.200 Euro ersetzen. Der UNO-Shopping-Besitzer hat nun die Möglichkeit, einen Rekurs gegen den Sachbeschluss einzubringen. Andernfalls hätte der Plus-City-Geschäftsführer - nach mehr als zehn Jahren - grünes Licht für den Aus- und Umbau des Lentia 2000.
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