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MI | 11.04.2012
Gerhard Haderer
"Schnapsidee" der dänischen Zeitung
Keine Mohammed-Karikaturen von Haderer
Der Karikaturist Gerhard Haderer, Autor des Buches "Das Leben des Jesus", würde nach eigenen Angaben keine Mohammed-Karikatur zeichnen. Seine Jesus-Karikaturen begründet er damit, dass es im Christentum kein Bilderverbot gebe.
Abbildung des Propheten im Islam tabu
Im Islam dagegen sei die Abbildung des Propheten ein striktes Tabu. "Es ist eine Schnapsidee der Zeitung, Zeichner aufzurufen, Mohammed abzubilden", ging Haderer mit der dänischen Zeitung "Jyllands-Posten" hart ins Gericht. Die Reaktion der Moslems sei absehbar gewesen.
Eigenverantwortung und Anstand
Grenzen künstlerischer Freiheit existierten, so Haderer. Diese hätten mit Eigenverantwortung und Anstand zu tun. Allerdings würde er sofort protestieren, wenn es Verbote gäbe. "Jetzt, wo das Kind mit dem Bad ausgeschüttet ist, bleibt uns nichts anderes mehr übrig, als sich konsequent hinter die Künstler zu stellen."
Haderer - Das Leben des Jesus Diskussionen über Jesus-Buch
Seine Jesus-Karikaturen begründete in der "Oberösterreichischen Rundschau" damit, dass es im Christentum kein Bilderverbot gebe. "Es hat seit Jahrhunderten mehr oder weniger verkitschte Jesus-Abbildungen gegeben", sagte Haderer. Sein Jesus-Buch hatte vor vier Jahren zu heftigen Diskussionen geführt.

Kritik von Schönborn
Kath.net zitiert in diesem Zusammenhang den Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn, der damals erklärt hatte: "Ich schäme mich vor Menschen anderer Kulturen und Religionen: Welchen Eindruck müssen sie von einer Gesellschaft haben, die schweigend oder gar witzelnd einen solchen Umgang mit dem Stifter jener Religion hinnimmt, die das Antlitz dieses Landes zutiefst geprägt hat? Ohne Ehrfurcht vor dem Heiligen wird bald uns Menschen nichts mehr heilig sein, auch nicht der Nächste."
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