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MI | 11.04.2012
Edith Hagg
NACH SCHWERER KRANKHEIT
ORF-Journalistin Edith Hagg verstorben
Das ORF Landesstudio Oberösterreich trauert um eine langjährige, verdiente Mitarbeiterin. Die Journalistin Edith Hagg ist am Sonntag nach schwerer Krankheit verstorben.
Seit 1974 beim ORF
Edith Hagg hatte 1974 als freie Mitarbeiterin ihre Laufbahn im ORF Oberösterreich begonnen. Sie war zuletzt als Chefredakteurin im ORF Salzburg tätig.

Sie wurde 1954 in Gmunden geboren, studierte in Linz Soziologie und kam anschließend als freie Mitarbeiterin in den ORF Oberösterreich, wo sie zunächst in der Kultur arbeitete, ab 1978 dann als angestellte Redakteurin im Aktuellen Dienst.

Engagiert in der Wahlberichterstattung
Sie spezialisierte sich bald auf die Berichterstattung aus Wirtschaft und Politik, machte sich aber auch vor allem durch ihre engagierten Reportagen aus dem Sozialbereich einen Namen.

Ein Schwerpunkt in ihrer redaktionellen Tätigkeit war die Wahlberichterstattung, die sie seit 1988 im Radio auch selbst moderierte, ein anderer waren Hintergrundreportagen und zahlreiche Live-Diskussionen.
Mutter einer Tochter
Edith Hagg gestaltete nicht zuletzt mehrere Dokumentationen zur Zeitgeschichte und sie war mitverantwortlich in der Entwicklung des Frauenmagazins "Viva" im Hörfunk. Selbst Mutter einer Tochter engagierte sie sich besonders auch für Frauenfragen der heutigen Arbeitswelt.
Zahlreiche Dokus und Fernsehberichte
Insgesamt gestaltete sie zehn "Österreich-Bild"-Dokumentationen und mehr als 2.000 Fernsehberichte, nicht zuletzt aus ihrer engeren Heimat, dem Salzkammergut.

Jüngeren Kolleginnen und Kollegen konnte sie nicht nur als Chef vom Dienst sondern auch als Vortragende der oö. Journalistenakademie viel von ihrer Erfahrung weitergeben.

Seit 2002 Chefredakteurin in Salzburg
Im Sommer 2002 wechselte Edith Hagg das Bundesland und wurde Chefredakteurin im ORF Landesstudio Salzburg. Sie arbeitete mit vollem Einsatz bis sie im Herbst 2005 diese Aufgabe zurücklegen musste. Auch als sie bereits von ihrer schweren Krankheit wusste, zeichnete sie sich durch Lebensmut und Zukunftshoffnung aus.

Dr. Helmut Obermayr, Landesdirektor ORF Oberösterreich würdigte am Montag die Arbeit von Edith Hagg:
Großes persönliches Engagement
"Als Journalistin hat sich Edith Hagg durch ihr großes persönliches Engagement ausgezeichnet, mit dem sie vor allem soziale Themen behandelt hat. Sie fühlte sich immer den journalistischen Grundsätzen des ORF, der Objektivität, Ausgewogenheit und Unabhängigkeit verpflichtet und hat ihre Ziele mit Beharrlichkeit und Konsequenz verfolgt. Persönlich werden wir sie als mitfühlende und liebenswerte Kollegin in unserer Erinnerung behalten."
Profilierte Journalistin
Auch ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner betonte die Verdienste von Edith Hagg:

"Der ORF verliert mit Frau Edith Hagg eine seiner profiliertesten Journalistinnen. Ihre Arbeit als erste Chefredakteurin eines ORF Landesstudios war stets von hoher Professionalität und Kompetenz geprägt. Das Unternehmen ist ihr zu großem Dank verpflichtet."
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