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MI | 11.04.2012
KZ Mauthausen (Bild: APA/Harald Schneider)
FC BRAUNAU
Fanklub mit Hitlergruß sorgt für Aufregung
Für Empörung sorgt eine Geste Braunauer Fußballfans im ehemaligen KZ Mauthausen. Junge Anhänger des FC Braunau hatten sich in der Gedenkstätte ablichten lassen, mehrere der Fans streckten dabei den rechten Arm zum Hitlergruß.
KPÖ und Infoladen wurden aufmerksam
Der Welser Kulturverein Infoladen war darauf aufmerksam geworden. Die Initiative beschäftigt sich mit Jugendbewegungen und rechtsextremen Internet-Inhalten. Wenig später wurde auch die KPÖ darauf aufmerksam.

Aber es war nicht nur diese eine Szene, die für Aufregung sorgte. Ein weiteres Bild zeigte Fans des FC Braunau in einer Pizzeria in Pasching. Auch auf diesem Foto lächelten einige Bulldogs mit ausgestrecktem rechtem Arm in die Kamera.
Auch ins Internet gestellt
Die Fotos dürften beim Braunauer Fanklub derartige Begeisterungsstürme hervorgerufen haben, dass sie auch ins Internet gestellt wurden. Kurz vor Weihnachten dürfte den Bulldogs die Sache dann doch zu brenzlig geworden sein. Die Fotos wurden von der Homepage entfernt.
Zwei Drittel unter 15 Jahre.
KPÖ und Infoladen fordern Konsequenzen
Die KPÖ und der Infoladen fordern nun den Verfassungsschutz, die Stadt Braunau und den FC Braunau zu Konsequenzen gegen den Fanklub auf.

Entschuldigung auf Bulldogs-Homepage
Im Gästebuch der Bulldogs jedenfalls entschuldigen sich der Vereinsobmann und sein Stellvertreter für die Entgleisung. Man distanziere sich von der rechten wie der linken Szene, so die beiden.
Zwei Drittel der Posierenden seien unter 15 gewesen, heißt es dazu im "Kurier" (Montag-Ausgabe). Der schale Beigeschmack bleibe aber, konstatiert die Tageszeitung. Denn nach wie vor seien auf der Homepage rassistische Witze zu finden.

Braunauer Bürgermeister schockiert
Der Braunauer Bürgermeister Gerhard Skiba (SPÖ) zeigte sich am Montag über die Fotos auf der Homepage des Fanklubs schockiert. Er werde Kontakt mit den Verantwortlichen aufnehmen, kündigte er in einem Interview mit dem ORF an.

Das Ganze sei imageschädigend für Braunau, kritisierte Skiba. Er werde für Konsequenzen eintreten, soweit ihm das möglich sei. Erklären könne er sich den Vorfall nicht. Es sei allerdings so, dass es Menschen gebe, die bei Anhängerklubs eine Haltung einnehmen, die ins Negative abrutsche.
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