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MI | 11.04.2012
Herz und Zivilcourage
Menschenrechtspreis für Anna Hackl
Mit dem Menschenrechtspreis des Landes Oberösterreich wird am Montag die 74-jährige Anna Hackl aus Schwertberg ausgezeichnet. Als Kind erlebte sie das was später einmal als die Mühlviertler Hasenjagd bekannt werden sollte.
Mühlviertler Hasenjagd
Anna Hackl erlebte eines der grausamsten Kapitel der oberösterreichischen Geschichte: die Mühlviertler Hasenjagd. Die Jagd auf 500 entflohene sowjetische Häftlinge.
Zwei Häftlinge versteckt
Ihr tiefer Glaube hat Anna Hackl damals vor 60 Jahren geholfen, die schwerste Zeit ihres jungen Lebens zu überstehen. Drei schier endlos lange Monate musste sie Todesängste ausstehen, weil ihre Familie auf dem eigenen Hof zwei entflohene Häftlinge aus dem Konzentrationslager Mauthausen versteckt hatte.

Nikolai und Michael. Kein Wort kam der 14-jährigen Anna damals über die Lippen als SS und Volkssturm den Hof mit Hunden durchsuchten.
Aufklärungsarbeit in Schulen
Unermüdlich ist die 74-jährige Zeitzeugin heute in Schulen unterwegs, um jungen Menschen davon zu erzählen und von ihrer mutigen Mutter, die Nikolai und Michael versteckt hatte.

Sie will Mut machen und den jungen Menschen etwas auf ihren Lebensweg mitgeben.

Im Gedenken an ihre Mutter
Den Menschenrechtspreis will sie am Montag mit Demut entgegen nehmen und vor allem im Gedenken an ihre tapfere Mutter.
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