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MI | 11.04.2012
Foto: ORF
Rene Mayrhofer
"Hobby" eines Studenten sichert Computer
Das "Hobby" eines 26-jährigen Informatik-Studenten an der Linzer Universität ist zu einem kommerziellen Produkt geworden. Er entwickelte die "Gibraltar Firewall", die inzwischen weltweit Computer vor unerlaubten Zugriffen schützt.
"Gibraltar Firewall"
Rene Mayrhofer, der eine Vorliebe für Themen der Computersicherheit und des Datenschutzes hat, veröffentlichte bereits zu Beginn seines Studiums im Juli 2000 die erste Version des damals als Hobby begonnenen Projektes "Gibraltar Firewall", eine der weltweit ersten direkt von CD-ROM lauffähigen Software-Firewalls, die seit 2003 als kommerzielles Produkt verfügbar ist.

Internationale Anwendung
Durch die direkte Ausführung von der CD ist der Anwender besser vor Manipulationen geschützt. Neben zahlreichen Unternehmen vertrauen auch die Linzer Kepler-Universität und internationale Universitäten wie Washington und Oxford auf das Produkt aus Oberösterreich.
Intelligente Computersysteme
Der Student forschte für seine Dissertation an intelligenten Computersystemen, die die Gewohnheiten ihrer Benutzer automatisch erlernen und potenzielle Verhaltensweisen vorhersehen können. Die von ihm eingebrachte Innovation besteht darin, dass diese Fähigkeit des automatischen Erlernens auf persönliche, tragbare Geräte verlagert werden kann.

Das hat den Vorteil, dass die Privatsphäre des Benutzers geschützt wird. Beispielsweise könnte sein Mobiltelefon automatisch auf stumm geschaltet werden, wenn er einen Kinosaal betritt, oder es lädt selbstständig die aktuellsten Nachrichten, noch bevor er diese extra abruft.
Sub auspiciis praesidentis rei publicae
Mayrhofer wurde 1979 in Graz geboren. Die HTL Steyr und das Studium an der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Linzer Universität schloss er mit Auszeichnung ab. Deshalb erfolgt seine Promotion "sub auspiciis praesidentis rei publicae".

Seit 2002 ist der in Behamberg (Bezirk Amstetten) lebende Informatiker wissenschaftlicher Mitarbeiter am von Professor Alois Ferscha geleiteten Institut für Pervasive Computing. Daneben sammelte er praktische Erfahrungen bei Profactor Steyr und BMW München.

In England tätig
Derzeit ist er im Rahmen eines Forschungsaufenthaltes am Computing Department der Lancaster Universitäty in England tätig. Seine Zukunft sieht er in der Forschung.
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