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MI | 11.04.2012
Weyer
GEMEINDE-ZUSAMMENLEGUNG
Weyer und Weyer Land vor der Fusion
Die Marktgemeinde Weyer und die Gemeinde Weyer Land (Bezirk Steyr-Land) sind drauf und dran, zu einer einzigen Kommune zu verschmelzen. Bereits 2007 könne es soweit sein, sind sich die beiden Bürgermeister einig.
Vor 108 Jahren getrennt
Was vor 108 Jahren getrennt wurde, das soll jetzt offenbar wieder zusammenkommen. Anno dazumal hatte die Landbevölkerung die Abspaltung betrieben, die Bauern hatten sich von der Eisenindustrie benachteiligt gefühlt. Das ist Vergangenheit, jetzt will man wieder gemeinsame Wege gehen.

Bereits zweimal haben sich die Ortsparlamente der beiden Gemeinden getroffen, aus formalen Gründen mussten die Gemeinderatssitzungen im selben Raum aber getrennt abgehalten werden.
Fusion bereits gut durchdacht
Bei einer erfolgreichen Zusammenlegung wäre allerdings ein Bürgermeister, ein Gemeinderat, ein Amtsleiter usw. zuviel vorhanden. Die Pläne sind aber auch hier schon so weit gediehen, dass man sich darüber ebenfalls Gedanken gemacht hat.

Der Bürgermeister von Weyer-Markt, Gerhard Klaffner von der SPÖ, sagt dazu: "Wenn wir wirklich den Schritt gehen, sind alle intensiv beschäftigt und wir brauchen jeden einzelnen!" Danach werde man eben manche Stellen nicht mehr nach besetzen.
Bürger entscheiden über Funktionsträger
Bleibt aber die Frage nach dem Bürgermeister und den politischen Funktionsträgern. Klaffner würde gerne der erste Gemeindevater des neu entstandenen Weyer werden. Der amtierende Bürgermeister von Weyer-Land, Parteifreund Gerhard Wiesholzer, hat offenbar wenig dagegen einzuwenden. "Wir arbeiten ja für die Bevölkerung und da soll der Bürgermeister nicht der Knackpunkt sein", so Wiesholzer.

Die Entscheidung darüber haben ohnehin die Bürger. Sobald die Pläne beschlossen sind, müssen Wahlen ausgeschrieben werden. So weit ist es aber noch lange nicht. Jetzt hat man erst einmal die Bevölkerung befragt, wie sie zur Zusammenlegung steht.
87 Prozent für Zusammenlegung
Eine deutliche Mehrheit von 87 Prozent ist dafür. Die geringste Zustimmung von nur 57 Prozent hat es im Ortsteil Kleinreifling gegeben. Dort fürchtet man vor allem um die eigene Schule und andere Einrichtungen. Die beiden Bürgermeister wollen deswegen verstärkt das Gespräch mit den Gemeindebürgern suchen.
Schon 2007 könnte ein erstes gemeinsames Budget beschlossen werden, so Bürgermeister Wiesholzer. Und irgendwann einmal könnte die vereinte 4.700-Seelen-Gemeinde auch nach der Stadtwürde streben. Zuerst müsse aber einmal die Zusammenlegung geschafft werden, dann könne man weitersehen.
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