Oberösterreich ORF.at
MI | 11.04.2012
Windrad (Bild: Fotolia/milos)
ENERGIE
Windpark in Schenkenfelden geplant
In Schenkenfelden (Bezirk Urfahr-Umgebung) sollen vier etwa 180 Meter hohe Windräder gebaut werden. Die Kosten des Windparks sollen etwa zwölf Millionen Euro betragen.
Bis Jahresende will das Land Oberösterreich jene Zonen festlegen, in denen in Zukunft neue Windräder entstehen könnten.
Genehmigungen von 31 Stellen
Erste Analysen hätten gezeigt, dass Lärm sowie Schattenwurf kein großes Thema seien. Die Auswirkung der vier Riesenwindräder auf das Ortsbild sei eine weitere Frage, die noch geklärt werden müsse. Insgesamt sind laut Winkler rund 31 Stellen - von der Raumordnung bis zum Naturschutz - für die Genehmigungen zuständig.

48 Hektar Fläche
Für den Windpark wird eine Fläche von rund 48 Hektar benötigt. Mit etlichen Grundeigentümern, meist Landwirten, hat das deutsche Unternehmen, das den Windpark plant, bereits gesprochen. Für die Zustimmung der Grundeigentümer werden finanzielle Zusagen geboten, einige Verträge wurden auch bereits unterschrieben. Diese sollen nun noch einmal überprüft werden.

Informationsveranstaltung
In wenigen Wochen steht eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung auf dem Programm. Nur, wenn sich eine große Mehrheit der Bürger für den Windpark ausspricht, werde dieser auch umgesetzt, so der Bürgermeister. Eine weitere Voraussetzung ist natürlich auch, dass die zuständigen Behörden positive Bescheide aus stellen.
Einigung auf weitere Windparks
Bis Jahresende will das Land Oberösterreich jene Zonen festlegen, in denen in Zukunft neue Windräder entstehen könnten - mindestens drei pro Standort. Die Landespolitiker einigten sich darauf, dass weitere Windparks in Oberösterreich entstehen sollen.

Michael Nagl von der Umweltschutzabteilung des Landes koordiniert die Planungen. „Wahnsinnig viele Standorte“ werde es nicht geben, weil durch die Zersiedelung und die Abstandsbestimmungen die Flächenauswahl sehr beschränkt sei. Nagl rechnet „Ende des Jahres“ mit einem Ergebnis der Untersuchungen.
Masterplan ist kein Blankoscheck
Der Leiter der Naturschutzabteilung, Gottfried Schindlbauer, arbeitet ebenfalls an der Erstellung des „Masterplans“ mit. Wenn Zonen ausgewiesen werden, in denen Windparks entstehen könnten, heiße das aber nicht, dass dort auch tatsächlich welche gebaut werden.

Ein Masterplan könne eine Genehmigung nicht ersetzen und stelle keinen „Blankoscheck“ für eine Errichtung dar, sagte Schindlbauer im Interview mit dem ORF Oberösterreich.
Ganz Österreich
Oberösterreich News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News