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MI | 11.04.2012
Tabakpflanzen
FÖRDERUNGEN HALBIERT
Aus für den Tabakanbau in OÖ
Ein Federstrich der Bürokraten in der EU beendet eine interessante Nische in der oö. Landwirtschaft. Weil die Förderungen für Tabak halbiert werden, rechnet es sich nicht mehr, diese arbeitsintensive Pflanze zu bearbeiten.
15 Tabakbauern in Oberösterreich
Tabak hat mengen- und flächenmäßig in Oberösterreich nie eine besondere Rolle gespielt. Es waren gut 15 Bauern von denen jeder etwa einen Hektar dieser exotischen Pflanzen gepflegt hat. Eine größere Fläche sei schwer zu betreuen, so Christian Krumphuber von der Landwirtschaftskammer.

Aufwändiger Anbau
Denn Tabakanbau ist verglichen mit anderen Produkten sehr aufwändig. Er muss gepflanzt und dann in Folien großgezogen werden. Nach der Ernte ist für die komplizierte Trocknung zu sorgen, bevor die dann intensiv duftenden Blätter an die Austria Tabak geliefert werden können.
Sieben bis acht Euro pro Stunde
Sieben bis acht Euro hat ein Bauer für diese Arbeit als Stundenlohn bekommen. Dieser Lohn war aber mit allen Mitarbeitern zu teilen, denn alleine war diese Arbeit unmöglich zu bewältigen.
Tabakfelder verschwinden
Hatte der Bauer also noch fremde Arbeiter zu bezahlen, war der Tabak schon bisher ein Minusgeschäft. In den meisten Fällen war Tabakanbau Familienangelegenheit.

Die Halbierung der Förderung macht aber auch das jetzt uninteressant. Die Tabakfelder werden mit der jetzt laufenden Ernte aus dem oberösterreichischen Landschaftsbild für immer verschwinden.

Aber auch in der österreichischen "Tabak-Hochburg" in der Südost-Steiermark werden sich die Bauern davon verabschieden, weil auch für sie die Halbierung der Förderung den Tabakanbau zu einem Verlustgeschäft macht.
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