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MI | 11.04.2012
Symbolfoto Schule (Bild: ORF/rubra)
BILDUNG
FPÖ fordert "Ende der Kuschelpädagogik"
Schluss mit der Kuschelpädagogik - so hat die FPÖ ihr pädagogisches Konzept vorgestellt. Und sie will ein Ende der außerordentlichen Schüler, also Schüler mit Migrationshintergrund, deren Deutschkenntnisse zu gering sind.
Dafür sollen diese Kinder im Kindergarten schon speziell gefördert werden, so Landesparteichef Manfred Haimbuchner und Klubobmann Günther Steinkellner.

Ältere Schulkinder sollen nach den Vorstellungen der FPÖ in eigenen Deutschklassen die Unterrichtssprache lernen.

Mehr Handhabe gegen auffällige Schüler
Zweiter großer Forderungspunkt: Es soll mehr Handhabe für die Lehrer gegenüber auffälligen Schüler geben.

Dazu sagte Klubobmann Günther Steinkellner: "Warum werden die Schüler nicht im Schulhof oder bei Schulveranstaltungen eingesetzt? Warum leisten sie nicht auch einen Beitrag für ihr Fehlverhalten, indem sie gemeinsam mit dem Schulwart vielleicht eine Tätigkeit machen müssen? Warum kann man als Lehrer ein Handy, das dauernd läutet, nicht einfach konfiszieren und es dann von den Eltern abholen lassen? Warum gibt es kein Wegweiserecht, indem ein Schüler im Konferenzzimmer mal länger verweilen muss, damit er zu einer Cool-down-Phase oder Beruhigungsphase kommt?"

"Respekt vermitteln"
Man müsse wieder Möglichkeiten einführen, die dem Lehrer Disziplinierungsmaßnahmen geben. Bildung bedeute auch Respekt zu vermitteln und sich an Regeln zu halten, meinte Steinkellner.

Scharfe Kritik der SPÖ
Die SPÖ hat die Vorschläge der FPÖ, die die Schule als "Disziplinierungsanstalt" missverstehe, am Nachmittag scharf kritisiert. Sie müsse ein "Ort der gelebten Pädagogik und des sozialen Miteinanders" sein, betonte Klubobmann Karl Frais in einer Presseaussendung.

Sollte es Probleme mit einzelnen Schülern geben, dann würden bereits jetzt Maßnahmen wie Schulsozialarbeit gesetzt.
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