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MI | 11.04.2012
Stieglitz (Bild: APA)
SALZKAMMERGUT
Rettungsversuch für den Vogelfang
Sechs Abgeordnete und 15 Bürgermeister aus dem Salzkammergut machen sich jetzt gegen das kürzlich von der Bundesregierung erlassene Vogelfang-Verbot stark.
In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, der Singvogelfang werde von militanten Tierschützern immer und fälschlicherweise dämonisiert.

"Vogelfang ist harmlos"
Die Solidaritätsnote der Politiker hat Gewicht. Sie ist unterschrieben von Landtags- und Nationalratsabgeordneten, sowie von Bürgermeistern der ÖVP und der SPÖ, die in dieser Frage dieselbe Ansicht teilen. Der Vogelfang im Salzkammergut sei harmlos und keinesfalls würden dabei die Tiere gequält.
"Unzulässig und gemein"
Vergleiche mit dem Vogelfang in Südeuropa, die von den Gegnern dieser Tradition oft ins Treffen geführt werden, seien "unzulässig und gemein". Die Politiker geben den Tierschützern in diesem Zusammenhang den Tipp, sich dort zu engagieren, wo Tiere wirklich gequält oder brutal gejagt werden.
Wenn eine so harmlose Brauchtumspflege wie der Vogelfang im Salzkammergut verboten werde, würde morgen vielleicht der Krampuslauf oder übermorgen das Schützenwesen verboten, so die Volksvertreter, die damit geschlossen den Anfängen wehren wollen.
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