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MI | 11.04.2012
Verkehrszeichen alt-neu (Bild: ORF)
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Neue Schrift für Österreichs Verkehrsschilder
Auf Österreichs Straßen werden die Verkehrsschilder ausgetauscht - gegen Schilder mit einer neuen Schriftart. Im Rahmen eines EU-Projekts wurde diese entwickelt. Sie soll mehr Sicherheit bieten.
Rund eine Million Verkehrsschilder stehen auf Oberösterreichs Straßen.
Gefördert wird das EU-Projekt vom Österreichischen Verkehrssicherheitsfonds, dem Bundesministerium für Verkehr und der ASFINAG.

Schriftart Tern
Die neue Schriftart auf Verkehrsschildern aller Art heißt Tern. Dieses Kurzwort steht für "Trans European Road-Network", was auf eine Vereinheitlichung des europäischen Straßennetzes hindeutet. Künftig soll diese Schriftart in allen EU-Staaten verwendet werden.
Laut Studien besser lesbar
Verkehrszeichen alt - neu (Bild: ORF)
Die neue Straßenverkehrsschrift soll laut Studien leichter und schneller lesbar sein und dadurch den Verkehrsteilnehmern weniger Aufmerksamkeit abverlangen. Rund fünf Prozent aller Verkehrsschilder auf Oberösterreichs Straßen sind bereits ausgetauscht.
20 Jahre Dauer für Komplettaustausch in OÖ
Straßenmeister Alois Lüftinger rechnet mit einer langen Umrüstungszeit: "Wir haben bereits voriges Jahr mit dem Austauschen begonnen. Wenn wir in Oberösterreich alle Verkehrszeichen austauschen würden, dann würde das in etwa 20 Jahre dauern."
Eine Million Verkehrsschilder
Altes und neues Verkehrsschild (Bild: ORF)
Rund eine Million Verkehrsschilder stehen auf Oberösterreichs Straßen. Ausgetauscht werde nur, wo es nötig sei.

Diese Notwendigkeit sei für Laien aber oft nicht erkennbar, erklärte Werner Jüngling, Leiter der Abteilung Verkehr des Landes Oberösterreich: "Manchmal wird auch ausgetauscht, obwohl man den Grund nicht sofort erkennen kann, insbesondere wenn die Blend- und Rückstrahlwirkung von Schildern nachlässt. Dann wird ebenfalls ausgetauscht."
Die Kosten für die Umrüstung trägt der jeweilige Straßenerhalter, also ASFINAG, Land oder Gemeinde.
Schrift scheint etwas schlanker und klarer
Die Unterschiede von verschiedenen alten Schriften und der neuen Schriftart Tern fallen kaum auf. Die neue Schrift scheint etwas schlanker und klarer.

Die Kosten für die Umrüstung trägt der jeweilige Straßenerhalter, also ASFINAG, Land oder Gemeinde. Den finanziellen Aufwand rechtfertigt man mit dem Argument Sicherheit, so Werner Jüngling: "Ich glaube, für einen Sicherheitsgewinn ist ein Aufwand immer gerechtfertigt. In Österreich ist es so geplant, dass es sowohl bei Neuausstattungen als auch bei Aktualisierungen stattfinden wird, so dass der Aufwand relativ im vertretbaren Bereich sein wird."

30.000 Euro für einen Überkopfwegweiser
Große Überkopfwegweiser kosten je nach Größe und Folientyp 30.000 Euro aufwärts, für eine Ortstafel muss man mit etwa 1.000 Euro rechnen.

In Deutschland und den Niederlanden ist die neue Schrift bereits Pflicht. Für Österreichs Straßen gibt es derzeit aber nur eine Empfehlung seitens des Verkehrsministeriums.
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