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MI | 11.04.2012
Arbeitssuche beim AMS (Bild: ORF)
WIRTSCHAFT
Arbeitsmarktförderungen nicht effizient
Unübersichtlich und nicht effizient sind aus Sicht der AK die Arbeitsmarktförderungen für Jugendliche. Das ist das Ergebnis einer Analyse, die das IHS durchgeführt hat. Einfachere Strukturen würden bessere Ergebnisse bringen.
Kosten: 78 Millionen Euro.
132 Jugendbeschäftigungsmaßnahmen
Berufsorientierung, Eingliederungsbeihilfen, Integrative Berufsausbildung - ohne Fachwissen ist man schnell im Dschungel der Förderungen verloren.

Die Fakten: In Oberösterreich gibt es in diesem Jahr 132 verschiedene Jugendbeschäftigungsmaßnahmen und 15 verschiedene Förderungen, die bis Jahresende über 78 Millionen Euro kosten. Und das nur beim Arbeitsmarktservice und dem Bundessozialamt.

Diese beiden Einrichtungen lieferten der AK Daten. Das Land weigerte sich, Informationen über seine Förderprogramme zur Verfügung zu stellen - aus Datenschutzgründen, berichtete AK-Präsident Johann Kalliauer.
Einfache Strukturen wären besser
Im Auftrag der AK durchforstete das Institut für Höhere Studien (IHS) diesen Förderdschungel. Resümee der Studie: Einfachere Strukturen würden mit dem gleichen Geld bessere Ergebnisse erzielen, und viele Förderungen schaffen nicht unbedingt zusätzliche Arbeitsplätze.

Bestes Beispiel ist die Lehrstellenförderung: Die erhält jeder Betrieb, der ausbildet, und das kostet ein Viertel der Fördermillionen.

Kalliauer: "Vom Gießkannenprinzip abgehen"
Kalliauer glaubt, dass es viele Lehrstellen auch ohne diese Förderungen geben würde. Er ist dafür, vom Gießkannenprinzip abzugehen und nur nach individuellen, betrieblichen und regionalen Kriterien zu fördern.
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