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MI | 11.04.2012
Chefsessel (Bild: Fotolia/Dream-Emotion)
POLITIK
Rücktritt von Braunauer Bürgermeister
Der SPÖ-Bürgermeister von Braunau, Gerhard Skiba, ist zurückgetreten. Er war 21 Jahre lang Oberhaupt der größten Stadt im Innviertel. Als Grund für seinen Rücktritt nannte Skiba gesundheitliche Gründe.
Das Amt wurde mit sofortiger Wirkung zurückgelegt.
21 Jahre im Amt
Gerhard Skiba war eine politische Institution im Innviertel und 21 Jahre an der Spitze der Stadt Braunau. Sein Gesundheitszustand erlaube es ihm leider nicht, sein Bürgermeisteramt weiter auszuüben, so Skiba in einer Sitzung des Braunauer SPÖ-Vorstandes am Donnerstagabend.

Skiba legt sein Amt mit sofortiger Wirkung zurück. Er sei sehr gerne Bürgermeister von Braunau gewesen und bedanke sich bei allen Einwohnern für das hervorragende Verhältnis, so Skiba.
Bei der letzten Direktwahl hatte Skiba 57 Prozent der Stimmen erreicht.
"Braunauer Zeitgeschichtetage"
Skiba ist Mitbegünder der "Braunauer Zeitgeschichtetage" und trat immer entschieden gegen Rechtsradikalismus auf. 1996 kam es sogar zu einem parteiinternen Schlagabtausch, als Skiba dem damaligen Welser Bürgermeister Karl Bregartner vorwarf, nicht dafür zu sorgen, dass "braune Flecken", wie die Kernstockstraße oder die Moritz-Etzold Halle, nicht umbenannt werden.

In der letzten Zeit ging es vor allem um eine Neunutzung des Hitler-Hauses in Braunau. Skiba hatte sich dabei für ein "Haus des Friedens" für soziale Projekte und Ausstellungen ausgesprochen.

Vizebürgermeisterin führt Geschäfte
In Braunau muss jetzt ein neuer Bürgermeister gewählt werden. Skiba hatte zuletzt bei der Direktwahl knapp 57 Prozent erreicht. Ab sofort bis zur Wahl führt Vizebürgermeisterin Ingrid Neulinger die Amtsgeschäfte.
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