Oberösterreich ORF.at
MI | 11.04.2012
Strommasten (Bild: ORF)
ENERGIE
Weiter Diskussion um geplante Stromleitung
Rund um die geplante Stromleitung zwischen Kirchdorf und Vorchdorf gehen die Wogen weiter hoch. Im Visier haben die Gegner nun Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP), der die Sorgen der Betroffenen nicht ernst nehme, so der Vorwurf.
Der Landeshauptmann kontert: Er wolle sich nicht in ein Behördenverfahren einmischen.

Brief als Auslöser
Grund für die Vorwürfe der Leitungsgegner ist ein Brief an Landeshauptmann Josef Pühringer. Darin wollten die Stromleitungsgegner wissen, ob beim Behördenverfahren überhaupt noch etwas anderes herauskommen kann, als die geplante Frei-Leitung, also etwa auch ein Erdkabel.

Nach sieben Wochen kam die Antwort des Landeshauptmannes: Die zuständigen Fachabteilungen würden derzeit erörtern, wie und in welcher Form die Alternativvorschläge geprüft werden, er - Pühringer - sichere ein korrektes Verfahren der Verwaltungsbehörden zu.
Verärgert nicht nur darüber, dass die kurze Antwort fast zwei Monate auf sich warten ließ, werfen die Gegner Landeshauptmann Pühringer vor, den Sorgen der Betroffenen gegenüber gleichgültig zu sein, meint der Sprecher der Initiative 110-KV-Ade, Michael Praschma.
"Mische mich nicht in Behördenverfahren ein"
Landeshauptmann Pühringer weist die Kritik zurück. Er habe sich mit der Thematik auch bei zwei persönlichen Gesprächen mit den Gegnern intensiv auseinandergesetzt. Er denke aber nicht daran, dass er sich in ein Behördenverfahren einmische.

Die Gegner der Stromleitung von Kirchdorf nach Vorchdorf wollen nun den Widerstand gegen das Projekt verstärken. Der Druck aus der Region werde zunehmen wird angekündigt.
Ganz Österreich
Oberösterreich News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News