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MI | 11.04.2012
K2 (Bild: APA/Dujmovits)
CHRONIK
Kaltenbrunner: Kein Gipfelsieg am K2
Bei ihrem sechsten Versuch den Gipfel des zweithöchsten Berges der Welt zu erreichen, war Gerlinde Kaltenbrunner erneut zur Umkehr gezwungen. Ein Bergkamerad stürzte in den Tod.
1.000 Höhenmeter abgestürzt
Laut Karl Gabl von der ZAMG in Innsbruck, der die Bergsteigerin mit Wetterdaten versorgt, musste der Aufstieg abgebrochen werden. Der Schwede Fredrik Ericsson, der mit Kaltenbrunner gemeinsam den Gipfel des K2 erreichen wollte, soll etwa 1.000 Höhenmeter in den Tod gestürzt sein.
Gerlinde Kaltenbrunner (Bild: Kaltenbrunner) Aufstieg abgebrochen
Gerlinde Kaltenbrunner brach ihren Angriff auf den Gipfel ab. Kaltenbrunners Ehemann Ralf Dujmovits hatte die Besteigung wegen Steinschlags schon am Donnerstag aufgegeben.

"Wir wissen nicht, wie es Gerlinde psychisch geht", so Gabl. Sie befinde sich mit zwei oder drei weiteren Bergsteigern auf dem Rückweg.

"Womöglich schafft sie es heute bis ins Basislager", sagte Gabl. Das hänge aber stark von der körperlichen und psychischen Verfassung sowie den Wetterbedingungen ab.

Kaltenbrunner am Lager IV vorbei
Ralf Dujmovits berichtete in einer ersten Stellungnahme: „Leider ist es am frühen Vormittag im Aufstieg zum K2-Gipfel zu einem traurigen Zwischenfall gekommen. Gerlinde konnte inzwischen sicher zur Schulter des K2 ins Lager IV zurückkehren und befindet sich im weiteren Abstieg.“
Sechster Versuch gescheitert
Damit ist auch der sechste Versuch der aus Spital am Pyhrn stammenden Bergsteigerin gescheitert den K2 zu besteigen. Der 8.611 Meter hohe Berg ist der letzte Achttausender, dessen Gipfel Kaltenbrunner noch nicht erklommen hat.

Nach der Koreanerin Oh Eun Sun und der Spanierin Edurne Passaban wäre die 39-Jährige die dritte Frau gewesen, die es auf alle 14 Achttausender geschafft hat.
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