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MI | 11.04.2012
Aphrodite-Statue in Aphrodite-Tempel (Bild: Stadt Linz/Wagner)
POLITIK
Diskussion um Aphrodite-Statue in Linz
In Linz ist die Diskussion um die Aphrodite-Statue neu aufgeflammt. Am Sonntag jährt sich die Entfernung des Kunstwerkes vom Bauernberg zum zweiten Mal. Die ÖVP will, dass die Statue wieder an ihren alten Platz zurückkommt, die SPÖ ist dagegen.
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Hitler-Geschenk an Linz
Die Anweisung zur Entfernung kam damals vom Linzer Bürgermeister Franz Dobusch (SPÖ). Der Grund: Die Statue war ursprünglich ein Geschenk Adolf Hitlers an die Stadt.

Wochenlang wogte daraufhin eine Diskussion hin und her, SPÖ und Grüne verteidigten die Demontage, ÖVP und FPÖ übten Kritik.

Umfrage: Zwei Drittel für Wiederaufstellung
Seit Monaten liegt die Aphrodite im Depot des Nordico und dürfte jetzt wieder in den Mittelpunkt der Diskussion rücken. Denn die ÖVP in Linz hat eine IMAS-Umfrage durchführen lassen. Das Ergebnis: Die klare Mehrheit der Linzer – nämlich zwei Drittel - sei dafür, dass die Aphrodite wieder auf dem Bauernberg aufgestellt wird.
Watzl: Noch heuer zurück an alten Platz
ÖVP-Stadtparteichef Vizebürgermeister Erich Watzl will daher, dass die Statue so bald als möglich - am besten noch heuer – wieder an ihren alten Platz zurückkommt.

Sache für Dobusch erledigt
SPÖ-Bürgermeister Franz Dobusch sieht die Sache als erledigt. Umso mehr, als er seit wenigen Stunden einen Bescheid des Bundesdenkmalamtes in Händen hält, in dem die Denkmalschützer der Stadt ausdrücklich erlauben, die Aphrodite Statue für fünf Jahre im Depot zu lassen und nicht aufzustellen.

Vom Bundesdenkmalamt hieß es am Mittwoch dazu, man sehe den Bescheid nur als eine Art Verschnaufpause, um die Wogen in dieser Diskussion etwas zu glätten. Dass die Statue aber wieder aufgestellt werden muss, steht für das Denkmalamt außer Frage.
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