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MI | 11.04.2012
Gschliefgraben (Bild: ORF)
CHRONIK
Katastrophentourismus im Gschliefgraben
Im Dezember 2007 sind im Gschliefgraben bei Gmunden Millionen Kubikmeter Erde und Geröll in Bewegung geraten. Die Rutschung ist unter Kontrolle, jetzt lockt der Erdrutsch Wissenschafter aus aller Welt an.
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Wissenschafter aus aller Welt
Bei den Besuchern handelt es sich nicht um sensationsgierigen Touristen, sondern vor allem Wissenschafter, die die Rutschung und die getroffenen Gegenmaßnahmen begutachten wollen. Der Gmundner Geologe Hans Weidinger führt jährlich 2.000 Menschen durch den Gschliefgraben.

Derzeit studiert eine Gruppe niederländischer Geographiestudenten die Folgen des Erdrutsches, sogar eine Delegation aus Japan war schon im Gschliefgraben.
Bewegung völlig gestoppt
55 Gebäude mussten Ende 2007 evakuiert werden, die Erd- und Geröllmassen wälzten sich damals mit bis zu 4,7 Meter pro Tag talwärts. Die Bewegung konnte im unteren Bereich inzwischen völlig gestoppt werden.

Zwölf Millionen Euro hat die Wildbach- und Lawinenverbauung bisher investiert. Der Schaden bei einem Abrutschen des gesamten Hanges wäre mehr als doppelt so hoch gewesen, wird betont. Derzeit wird an der Einrichtung eines Frühwarnsystems gearbeitet.
Schäden werden noch immer beseitigt
Bis unterhalb des Gschliefgraben wieder Normalität einkehrt, wird es noch dauern. Zum Einen stehen nach wie vor Bagger im Einsatz, zum Anderen sind einige Bewohner noch immer damit beschäftigt, die an den Häusern entstandenen Schäden zu beseitigen.
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