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MI | 11.04.2012
Strommast (Bild: APA/Gindlfoto)
ENERGIE
Ärger über Hochspannungsleitung im Almtal
Verärgert ist ein Großteil der Bewohner des Almtals: Eine Hochspannungsleitung soll die Umspannwerke Kirchdorf und Vorchdorf miteinander verbinden. Die Betroffenen fürchten um ihre Gesundheit und um Nachteile für den Tourismus.
Es gäbe außerdem keinen erhöhten Energiebedarf, heißt es seitens der Anliegergemeinden. Die Energie AG hingegen sieht das Projekt als einzig mögliche Lösung, um den steigenden Strombedarf abzudecken und das Kremstal im Fall eines Ausfalles des eigenen Netzes abzusichern.

110-KV-Leitung
In Scharnstein soll ein neues Umspannwerk gebaut werden, über das die geplante 110-KV-Leitung laufen soll, als Verbindungsstück zwischen Vorchdorf und Kirchdorf. Der Landwirt Norbert Pühringer hat mit fünf Masten in Hausnähe zu rechnen.

Er sagt: "Das sind zirka 60 Meter. Angst habe ich ganz konkret vor allem vor gesundheitlichen Schäden und vor dem Verlust des Landschaftsbildes, da wir ja eine Tourismusregion sind."

"In absehbarer Zeit kommt es zu Engpässen"
Walter Tenschert von der Energie AG kontert: "In unserer Planung unserer Netze sehen wir viele Jahre und Jahrzehnte voraus. Und diese zeigt, dass es derzeit noch versorgbar ist, aber in absehbarer Zeit zu Engpässen kommen wird, wenn einzelne größere Anlagen errichtet werden, wie die Liftanlagen am Kasberg."
Überraschung bei dem Kasbergbahnen
Bei den Kasbergbahnen ist man von dieser Aussage überrascht. Ein in Scharnstein ansässiger Fertigteilhausanbieter meint dazu: "Es gibt bestimmt Alternativen, wie man mit Erdkabeln oder anderen Alternativen die Versorgungssicherheit herstellen kann."
"Alternativen sollen gesucht werden"
Bettina Anna Lancaster (SPÖ), die Bürgermeisterin von Steinbach am Ziehberg, bezieht Stellung: "Meine persönliche Meinung ist, dass in einem sehr engen Tal, das eigentlich keine Vorteile aus dieser Leitung ziehen kann, deshalb für Steinbach nicht in Frage kommt."

Der Bürgermeister von Vorchdorf, Gunter Schimpl (ÖVP), spielt den Ball an die Energie AG zurück: "Es ist jetzt mal die Forderung gekommen, Alternativen zu suchen. Primär ist jetzt die Energie AG gefordert, Alternativen zu suchen."

Dazu eine klare Antwort seitens der Energie AG: "Wir haben alle uns vorstellbaren Lösungen untersucht. Es gibt keine Alternative zu dieser Leitung."
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