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MI | 11.04.2012
Vogelfänger (APA)
KULTUR
Diskussion über Vogelfang als Kulturerbe
Die UNESCO hat den traditionellen Vogelfang im Salzkammergut zum immateriellen Kulturerbe ernannt. Diese Entscheidung dürfte den Konflikt um das umstrittene Brauchtum neuerlich anheizen.
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Haimbuchner: Es gibt klare Gesetze und Verordnungen.
Jahrhundertealte Tradition
Ob es sich beim Vogelfang um Brauchtum oder Tierquälerei handelt, darüber gehen Meinungen auseinander. Während viele im Salzkammergut auf die jahrhundertealte Tradition pochen, fordern Tierschützer ein Verbot.

Tradition weiterleben lassen
Alexander Jalkotzy von der Kulturabteilung des Landes Oberösterreich war Mitglied in jenem Fachbeirat, der den Vogelfang zum immateriellen Kulturerbe erklärt hat. Für ihn ist es wichtig, so ein Wissen weiterzugeben "um die Tradition weiterleben zu lassen".

"Klare Gesetze und Verordnungen"
Der für Naturschutz zuständige Landesrat Manfred Haimbuchner (FPÖ) sagt, dass er noch nicht über diese Entscheidung in Kenntnis gesetzt worden sei. Es gebe aber klare Gesetze und Verordnungen, die auch weiterhin gelten werden: "Daran wird auch diese Entscheidung nichts ändern."

Theoretisch sei es möglich, dass der Vogelfang eines Tages wieder von der Liste des UNESCO-Kulturerbes gestrichen werde, sagt Alexander Jalkotzy.
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