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MI | 11.04.2012
Milch (Bild: fotolia.com/anshuca)
WIRTSCHAFT
Grünes Licht für oö. Molkereienehe
Der Zusammenschluss der beiden oö. Molkereien Berglandmilch und Landfrisch hat am Freitag die größte Hürde genommen. Die rund 100 Delegierten der Landfrisch Molkerei gaben mit großer Mehrheit grünes Licht für die Übernahme.
Nach der Fusion wird die Landfrisch Molkerei die achte Trägergenossenschaft der Berglandmilch.
Das bestätigte Landfrisch-Geschäftsführer Herbert Altendorfer Freitagnachmittag gegenüber der APA.

Zustimmung "reine Formsache"
Neben den Landfrisch-Eigentümern erfordert die Fusion noch die Beschlüsse der sieben Bergland-Trägergenossenschaften und der Berglandmilch selbst. Altendorfer ist zuversichtlich, dass Anfang Juni in einer Generalversammlung die endgültige Zustimmung zur Molkereienhochzeit erfolgen wird.

Die Zustimmung der Bergland-Eigentümer gilt als reine Formsache. Nach der Fusion wird die Landfrisch Molkerei die achte Trägergenossenschaft der Berglandmilch.
Altendorfer wird zweiter Geschäftsführer
Die Entscheidung für Bergland als Partner sei aus strategischen Gründen gefallen. Den Ausschlag habe die starke Exportorientierung gegeben. "Mit Bergland sind wir breiter aufgestellt. Sie verfügen mit Schärdinger über Österreichs stärkste Lebensmittelmarke", sagte Altendorfer, der nach dem offiziellen Zusammenschluss neben Josef Braunshofer zweiter Geschäftsführer in der Berglandmilch wird.
Nach der Fusion beschäftigt Österreichs größter Milchkonzern mehr als 1.000 Mitarbeiter an acht Standorten.
Firmensitz wird nach Wels verlegt
Nicht unwesentlich für die Fusion soll auch die Zusage von Marktführer Berglandmilch gewesen sein, den Firmensitz nach dem Zusammenschluss von Pasching nach Wels zur Landfrisch zu verlegen.

Nach der Fusion beschäftigt Österreichs größter Milchkonzern mehr als 1.000 Mitarbeiter an acht Standorten. Die verarbeitete Jahresmenge beider Produzenten liegt bei etwa 1 Mrd. Liter Milch. Der gemeinsame Umsatz erreichte im Vorjahr 695 Mio. Euro (610 Mio. Euro Bergland, 85 Mio. Euro Landfrisch).

Oberösterreich steht mit gut 11.000 Milchbauern für ein Viertel der österreichischen Milcherzeugung und mit rund 14 Molkereien und Käsereien für fast ein Drittel der österreichischen Milchwirtschaft. Die Raiffeisen-Genossenschaft Berglandmilch mit Sitz in Pasching bei Linz ist Marktführer in Österreich.

Ihre Marke Schärdinger ist älter als 100 Jahre. Die Landfrisch Molkerei Wels ist derzeit gemessen am Umsatz die zehntgrößte Molkerei des Landes mit einer Milchmenge von 126 Mio. Liter und 169 Mitarbeitern.
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