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MI | 11.04.2012
Erstversorgung (Bild: ÖAMTC)
CHRONIK
13-jähriges Mädchen geriet in Fangeisen
Ein 13-jähriges Mädchen ist am Sonntag in Weißkirchen an der Traun mit der Hand in ein Fangeisen geraten. Die Jugendliche wollte bei einem Waldspaziergang ein Vogelei vom Boden aufheben. Dabei schnappte die Falle zu.
Marderfalle (Bild: ÖAMTC)
Vogeleier auf Waldboden
Die 13-Jährige war mit einer Freundin im Wald spazieren. Dabei entdeckten die Mädchen auf dem Boden zwei Vogeleier in einigem Abstand voneinander und dachten, ein Nest sei zerstört worden.

Verletzt und schockiert
Das Mädchen wollte eines der Eier aufheben, um sie wieder zusammenzulegen. Dabei schnappte plötzlich die Falle zu und klemmte den Unterarm der 13-Jährigen fest. Erwachsene kamen dem verletzten und schockierten Mädchen zu Hilfe und konnten nach einiger Zeit das Fangeisen öffnen.
Keine allzu schweren Verletzungen
Erstversorgung (Bild: ÖAMTC)
Die 13-Jährige musste nach der Erstversorgung vom Notarzthubschrauber ins Linzer UKH geflogen werden. Nach ersten Angaben dürfte die Jugendliche aber Glück gehabt haben. Die Verletzungen am Unterarm sind nicht allzu schwer.
Illegal aufgestellte Falle
Laut Landesjägermeister Josef Brandmayr widersprach die Falle in Weißkirchen allen Vorschriften. Sie trug keine Nummer, hatte kein Warnschild und war außerdem noch immer aufgestellt, obwohl das seit 1. April verboten ist.

Dieser Unfall mit einer Tierfalle war bereits der dritte in diesem Frühjahr. In den vergangenen Wochen waren kurz hintereinander zwei Hunde durch ähnliche Fallen verletzt worden.

Reaktionen
Die Grünen traten am Montag für ein Verbot der Fallen ein. Der zuständige Landesrat Josef Stockinger (ÖVP) machte darauf aufmerksam, dass die jagdliche Verwendung von Fallen streng geregelt sei.
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