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MI | 11.04.2012
Maiskolben (Bild: ORF)
UMWELT
Protest gegen Gentechnik in Österreich
Am Montag ist für Oberösterreichs Initiative eines Anbauverbots für gentechnisch verändertes Saatgut ein entscheidender Tag. Die EU-Umweltminister stimmen darüber ab, ob das Anbauverbot Österreichs bestätigt oder gekippt wird.
Österreich beruft sich auf Schutzklausel
So wie es jetzt aussieht, gegen Österreichs Anbauverbot. Österreich wiederum beruft sich bei den beiden Maissorten auf eine Schutzklausel in der EU-Freisetzungsrichtlinie. Diese ermöglicht es, den Mitgliedstaaten gegen einzelne GVO-Pflanzen wissenschaftliche Bedenken vorzubringen. Und daraus könnte dann das Anbauverbot basieren.
Ball liegt bei den Umweltministern
Doch die EU-Agentur für Lebensmittelsicherheit hat im vergangenen Dezember die österreichischen Argumente gegen den Anbau der beiden Maissorten nicht mehr als ausreichend für ein Verbot befunden, jetzt liegt der Ball bei den Umweltministern. 75 Prozent der Stimmen bräuchte man, um den Status Quo, also das Anbauverbot, aufrecht zu erhalten.
"Zu wenig Lobbying"
Bis jetzt sieht es aber nicht danach aus, was auch aus Oberösterreich einiges an Kritik an der Bundesregierung laut werden ließ, die betreibe zu wenig Lobbying.

Bei Umweltschützern und quer durch die Parteien sorgt die Abstimmung bereits im Vorfeld für Aufregung. Eine Plattform namens "Gentechnik-Verbot Jetzt" hatte für Samstagnachmittag zu einer Demonstration am Wiener Ballhausplatz aufgerufen.
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