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MI | 11.04.2012
Unterschriften-Aktion (Bild: ORF)
RELIGION
Weihbischof: Priester starten "Volksbegehren"
Oberösterreichische Pfarrer wollen die Weihe des designierten Linzer Weihbischofs Gerhard Maria Wagner verhindern und starten daher eine Art "Volksbegehren". Nächste Woche soll ein Rundbrief an alle Pfarrer verschickt werden.
Außerdem wird von einer Übertrittswelle von Katholiken zur evangelischen Kirche berichtet.
Schwarz soll Wagner nicht weihen
Laut Berichten der "Tiroler Tageszeitung" und der "Rundschau am Sonntag" geht die Idee von einer Gruppe liberaler Pfarrer aus. Ihr Ziel sei, durch das "Volksbegehren" möglichst viele Unterschriften zu sammeln und so den Weihbischof dazu aufzufordern, sein Amt nicht anzutreten.

Auch soll Bischof Ludwig Schwarz davon überzeugt werden, Wagner nicht zu weihen.
Dechanten wollen Unmut äußern
Sollte es am 22. März trotz dieses Widerstands zur Bischofsweihe kommen, hätten sich auch die Dechanten etwas überlegt: Wie die Zeitungen berichteten, sollen sie sich während der Feier zu Wort melden können und ihren Unmut über die Bestellung Wagners äußern.

Nur Ministrantinnen
Außerdem sollen die wichtigsten Funktionen durch Ministrantinnen ausgeführt werden. So will man Wagner eines "auswischen", denn in seiner Pfarre in Windischgarsten durften Mädchen nicht ministrieren.
Katholiken wollen zur evangelischen Kirche
Die Diskussion über Wagner und die Rücknahme der Exkommunikation des Holocaust-Leugner Richard Williamson soll außerdem eine Übertrittswelle von Katholiken zur evangelischen Kirche ausgelöst haben.

"Viele verärgerte Mitglieder der katholischen Kirche wenden sich derzeit an die evangelische Internet-Seelsorge mit der Frage, was sie denn tun müssten, um evangelisch zu werden", so die geistliche Oberkirchenrätin der evangelischen Kirche in Österreich, Hannelore Reiner.
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