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MI | 11.04.2012
Küken (Bild: ORF)
LANDWIRTSCHAFT
Modernste Kükenbrüterei in Pettenbach
Ein Großteil der Eier für die Lege- und Masthendlzucht muss nach OÖ importiert werden. Um diese Abhängigkeit vom Ausland zu vermeiden, wurde in Pettenbach nun Europas modernste Kükenbrüterei errichtet.
Ab Anfang März werden hier pro Woche bis zu 800.000 Kücken aus dem Ei schlüpfen. Modernste Technologie made in Holland - also aus dem Heimatland der industriellen Tierzucht - ersetzt dabei die Mutterhenne.

18 Tage in Vorbrutkästen
Die Eier stammen von Bauernhöfen aus der Region. Nach der Desinfektion wandern sie zunächst einmal für 18 Tage in die Vorbrutkästen, erklärt Betriebsleiter Manfred Söllradl von der Geflügel GmbH Schlierbach.

Anschließend werden die unbefruchteten Eier aussortiert, der Rest kommt in die Schlupfbrutkästen. Nach drei Tagen kämpft sich der flauschige Nachwuchs durch die Eierschalen. Die Küken werden nun in vollklimatisierten Lkws zu den Lege- und Mastbetrieben transportiert. Der Ausschuss landet als Tierfutter im Zoo.
Neben der Geflügel GmbH Schlierbach und dem Grundeigentümer ist ein Eier- und Hendlproduzent zu 60 Prozent an der Brüterei beteiligt. Johannes Huber erhofft sich eine Kostenersparnis, weil nun die langen Transportwege für die Küken wegfielen.
Lieferanten gesucht
In knapp zwei Wochen startet der Betrieb in Europas modernster Brüterei. Um die Anlage zur Gänze mit österreichischen Eiern zu versorgen, werden noch Lieferanten gesucht. Etwa 15 bis 20 bäuerliche Betriebe könnten sich so die Existenz sichern, glaubt man in Pettenbach.
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