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MI | 11.04.2012
Alois Mannichl (Bild: Picturenews/Petschenig)
CHRONIK
Mannichl: Noch keine Spur zu Attentätern
Nach dem Messerattentat auf Passauer Polizeidirektor Alois Mannichl am 13. Dezember hat die bayerische Polizei noch keine Spur zu den mutmaßlichen Tätern.
Man ist wieder am Anfang: Ein Unbekannter mit kräftigem Körperbau und österreichischem Akzent. Diese Täterbeschreibung, die Polizeidirektor Mannichl unmittelbar nach dem Anschlag auf ihn vor seinem Haus abgegeben hat, ist alles, was die bayrische Polizei derzeit zu haben scheint.

Verdächtige wieder freigelassen
Fahndungen nach Personen mit auffälliger Schlangen-Tätowierungen hat man völlig zurückgezogen, Verdächtige aus der Neonaziszene wurden wieder freigelassen, Spekulationen, es könnte sich um ein Familiendrama gehandelt haben, scheinen jeder Grundlage zu entbehren.

Die Alibis von Familienmitgliedern und Nachbarn haben sich allesamt bewahrheitet, das hat die eingesetzte Sonderkommission nach Bewegungsprofilen, die anhand von Handypeilungsdaten erstellt wurden, schnell festgestellt.
Viele Spuren noch nicht ausgewertet
Freilich sagt man, es gebe noch viele Spuren, die noch nicht vollständig ausgewertet seien, aber wirklich Konkretes hat man nicht in der Hand. Deutsche Medien haben den Fall bereits in die Schublade gelegt, und auch Polizeidirektor Mannichl sagt nach einer entsprechenden Anweisung des bayrischen Innenministers, über seinen Fall zu schweigen, nichts mehr. Er versieht seinen Dienst wie immer.
Weitere Befragungen im Innviertel
Die oberösterreichischen Sicherheitsbehörden setzen inzwischen ihre Befragungen, auch in der Neonaziszene im Innviertel weiter fort. Konkretes hat man aber auch hier nicht zu bieten.

Knapp zwei Monate nach dem Messerattentat bleiben also die vagen Anhaltspunkte: ein korpulenter Mann mit österreichischem Akzent, vermutlich aus der Neonaziszene.
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