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MI | 11.04.2012
Brücke Braunau (Bild: ORF)
CHRONIK
Wirbel um nacktes Hinterteil in Braunau
Braunau und Simbach hat bisher nur der Inn getrennt, doch seit die Bayern auf dem Brückenkopf eine Skulptur haben, kochen die Emotionen hoch. Ein blanker Männerpopo zeigt nämlich ausgerechnet Richtung Braunau.
"Ein Fisch springt ja nie rückwärts aus einem Fluss."
Sinnbild für den Fluss Inn
Sechs Meter lang, eineinhalb Tonnen schwer und 260.000 Euro teuer ist der goldene Reiter von Simbach, der ein Sinnbild für den Fluss Inn sein soll.

Fische springen vorwärts
Dass er mit dem Hinterteil ausgerechnet Richtung Österreich weist, ergibt sich für seinen Schöpfer, den Bildhauer Dominik Dengl, ganz einfach daraus, dass der Fisch mit seinem goldenen Reiter aus dem Fluss herausspringt: "Ein Fisch springt ja nie rückwärts aus einem Fluss."
"Er fährt uns mit dem Hintern ins Gesicht"
Brücke Braunau (Bild: ORF)
Am anderen Ufer in Braunau interpretiert man die Ausrichtung des Kunstwerkes allerdings ganz anders. "Er fährt uns mit dem Hintern direkt ins Gesicht", sagt der Braunauer Vizebürgermeister Helmut Bogner "das gefällt uns Braunauern eigentlich nicht."
Künstlerische Freiheit
Im bayrischen Simbach sah man den Ärger kommen. Aus Rücksicht auf die künstlerische Freiheit griff man letztlich jedoch nicht in die Gestaltung des Kunstwerkes ein. Auch der Bürgermeister von Simbach war vom ersten Entwurf etwas verärgert, wie er im Interview mit dem ORF Oberösterreich erklärte.

Um die Provokation Braunaus zu vermeiden, war dem Künstler aufgetragen worden, die Figur zu bekleiden: "Daran hat er sich nur zum Teil gehalten."
Online-Abstimmung
Erregen sich viele Braunauer zu Recht über die Figur auf der Brücke und deren Ausrichtung?
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