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MI | 11.04.2012
Bert Nussbaumer
CHRONIK
"DNA-Spuren" von Bert Nussbaumer gefunden
Die österreichische Bundesregierung hat über die US-Behörden im Irak "Fingerabdrücke beziehungsweise DNA-Spuren" erhalten, die dem seit November 2006 im Irak entführten Oberösterreicher Bert Nussbaumer zugeordnet werden könnten.
Außenministerium will sich nur auf "absolut gesicherte Informationen stützen."
Vom Außenamt bestätigt
Das verlautete am Mittwoch in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz des Außenministeriums in Wien.

Ob es sich bei den erwähnten "DNA-Spuren" um einen abgetrennten Finger des entführten Bert Nussbaumer handelt, wollte das Außenministerium weder dementieren noch bestätigen.

DNA-Probe "positiv"
Die Info-Illustrierte "News" hatte wenige Minuten vor der Pressekonferenz in einer Aussendung von fünf abgetrennten Fingern berichtet, die zu Nussbaumer sowie zu den ebenfalls entführten US-Amerikanern Jonathan Cote, Josh Munns, Paul Reuben und John Young gehören sollen. Jedenfalls ließe sich die DNA-Probe "positiv" Nussbaumer zuordnen, bestätigte das Außenministerium.

Aus Rücksicht auf die Familie des Oberösterreichers, die bereits informiert sei, wolle man sich nur auf "absolut gesicherte Informationen stützen", erklärte das Außenministerium.

"Wechselbad der Gefühle"
Der Bürgermeister von Altmünster Hannes Schobesberger sagt, die Familie, die ständig mit Vertrauenspersonen des Innenministeriums in Kontakt sei, befinde sich in einem "ständigen Wechselbad der Gefühle". Es gelte nun, auf genauere Ergebnisse und Fakten zu warten.
Beweisstücke von den US-Behörden
Die Informationen bzw. Beweisstücke stammen von den US-Behörden im Irak und waren an den österreichischen Botschafter in Jordanien übergeben worden, der auch für den Irak akkreditiert ist. Der Diplomat war am vergangenen Wochenende in Bagdad.
Keine Forderungen der Geiselnehmer
Der Generalsekretär des Außenministeriums Johannes Kyrle und der Generaldirektor für öffentliche Sicherheit Erik Buxbaum erklärten auch, dass die zuständigen österreichischen Ministerien mit Hochdruck an dem Fall weiterarbeiteten. Bisher sei aber nichts Neues bekannt, auch seien keine Forderungen seitens der Geiselnehmer gestellt worden.

Mit dem Arbeitgeber Nussbaumers, der US-amerikanischen Sicherheitsfirma Crescent Security Group, stehe man in andauerndem Kontakt und nutze seit der Entführung des Oberösterreichers im November 2006 jede Möglichkeit zum Informationsaustausch.
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