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MI | 11.04.2012
Linz09 (Bild: Linz09)
KULTUR
Revolte gegen die Kulturhauptstadt-Intendanz
Immer lauter wird das Rumoren in der Linzer Kulturszene angesichts der Pläne der Intendanz. Im Mittelpunkt der Kritik steht Intendant Martin Heller, dem immer mehr Kulturschaffende die Zusammenarbeit aufkündigen.
"Linz Null Nein" statt Linz09.
Jüngstes Beispiel ist das Theater Phönix, das eine Kooperation mit Linz09 endgültig abgesagt hat.

Gegenveranstaltung in Wien angedroht
Doch jetzt drohen Künstler sogar erstmals offen mit einer Gegenveranstaltung zu Linz09 in der Bundeshauptstadt Wien. Intendant Martin Heller ist es also, an dem sich viele reiben. Schließlich geht es um viel Geld - 40 bis 60 Millionen Euro - hört man, werden im Zuge des Kulturhauptstadtjahres verteilt. Da will jede Einrichtung ihr Stück des Kuchens bekommen.

Vor allem auf die kleinen lokalen Initiativen vergesse Heller aber vollkommen, so die Kritik vieler. Viele kritische Stimmen, aufgekündigte Zusammenarbeit, ja sogar eine Gegenveranstaltung: Linz09 macht wenige Monate vor dem Beginn einen chaotischen, zerstrittenen Eindruck.
"Künstlerischer Konflikt"
Der politisch Verantwortliche für das Kulturhauptstadtjahr, Vizebürgermeister und Kulturstadtrat Erich Watzl (ÖVP) bleibt dennoch gelassen. Er sagt am Mittwoch, das bringe ihn nicht aus dem Gleichgewicht: "Ich persönlich sehe das als einen bedauerlichen künstlerischen Konflikt, wo die inhaltlich Verantwortlichen von Linz09 einerseits und die inhaltlich Verantwortlichen des Phönix andererseits nicht zusammengekommen sind. Das ist ein Detailproblem, ein nicht zu vernachlässigendes, das will ich gar nicht beschönigen. Es bleibt aber dabei, dass es ein künstlerischer Konflikt ist", sagte Watzl.
"Heller absolut sein Geld wert"
Kulturhauptstadt 2009 bleibe für Watzl oberösterreichisch und linzerisch, denn es sei die Grundidee einer Kulturhauptstadt, dass die jeweilige Stadt mit ihrer Profilbildung in der europäischen Auslage den Menschen die Vielfalt und Buntheit in Europa zeige.

Intendant Heller sei absolut sein Geld wert, weil er eine sehr professionelle Arbeit mache, meinte Watzl. Er bekomme in etwa so viel Geld wie der inhaltlich Verantwortliche des Brucknerhauses, sagte Watzl, es bewege sich im Bereich von 10.000 bis 11.000 Euro im Monat.
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