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MI | 11.04.2012
Pummerin im Stephansdom (Bild: APA)
AUS ST. FLORIAN
Gesundheitscheck für Pummerin
Die Pummerin im Stephansdom wird am Montag einem Spezialtest unterzogen. Im Rahmen einer europaweiten Überprüfung werden die Belastbarkeit und die Lebensdauer der 22 Tonnen schweren Stephansdom-Glocke getestet.
Glocke wird einigen Tests unterzogen
Sollte sich bei dem Test herausstellen, dass die Pummerin aus St. Florian Sprünge hat, müsst sie repariert werden. Eine Reparatur könnte aber nicht mehr dort erfolgen, wo die Glocke einst errichtet wurde, denn die Glockengießerei St. Florian musste 1991 in Konkurs gehen.

Dabei wird die Pummerin mit Messstreifen, Beschleunigungssensoren und speziellen Hallmikrofonen verbunden, um die Belastungswerte an der Glocke beim Anschlagen des Klöppels zu messen.
21.383 Kilogramm schwer
Die Pummerin ist Österreichs größte und schwerste Glocke: Sie wiegt 21.383 Kilogramm und hängt seit 1957 am Nordturm des Stephansdoms.

1951 in St. Florian gegossen
Die "alte" aus dem Jahre 1711 stammende Pummerin stürzte 1945 beim Brand des Stephansdoms in die Tiefe. Die "neue" Pummerin wurde - teilweise aus altem Material - 1951 in St. Florian neu gegossen, und 1952 wieder nach Wien gebracht. Sie war ein Geschenk des Bundeslandes Oberösterreich an den Stephansdom.
Außerplanmäßiges Läuten
Am Montag erklingt sie um 18.00 Uhr für fünf Minuten "außerplanmäßig" bei einem Belastungstest im Rahmen des europäischen Projekts "Probell". Die Glocke wird von der Fachhochschule Kempten und der Innsbrucker Glockengießerei Grassmayr untersucht.

Normalerweise läutet die Glocke eigentlich nur zu höchsten kirchlichen Feiertagen und beim Tod von hochrangigen Persönlichkeiten.
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