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MI | 11.04.2012
Böhm lacht (Bild:APA)
Pasching
Bürgermeister Böhm tritt zurück
Der Paschinger Bürgermeister Fritz Böhm (SPÖ) zieht sich nach langem hin und her aus dem Amt zurück und ist ab Gründonnerstag Privatmann. Böhm wurde wegen umstrittener Doppelbezüge rechtskräftig verurteilt worden.
Noch nicht in Pension
Er gehe mit 68 Jahren noch nicht in Pension - diese Information ist Fritz Böhm wichtig - Er werde sich nun einen anderen Job suchen. Eine Umstellung wird es für Böhm aber allemal - immerhin war er 17 Jahre lang Bürgermeister von Pasching.

Verurteilungen
Fritz Böhm wurde im Mai 2006 wegen Amtsmissbrauchs, schweren Betrugs und Untreue verurteilt. Das Gericht befand ihn unter anderem für schuldig, dass er ein Geschäftsführergehalt in der gemeindeeigenen Straßenfinanzierungsgesellschaft kassiert hatte und noch dazu seine volle Bürgermeistergage - zugestanden wäre ihm, laut Gericht, aber nur ein verringertes Bürgermeistergehalt.
Fritz Böhm sieht das anders
Fritz Böhm sieht das nach wie vor anders. Er habe alles richtig gemacht und Pasching stehe heute gut da. Außerdem sei das letzte Wort vor Gericht noch nicht gesprochen.
Kritik von der Gemeindeaufsicht
Was die Finanzlage von Pasching betrifft, die sehe alles andere als gut aus, meint Landesrat Josef Stockinger, der für die Gemeindeaufsicht von Pasching zuständig ist. Doch darum muss sich jetzt Böhms Nachfolger kümmern.

Der Blutzer-Sager
Fritz Böhm hat unterdessen schon positive Seiten an seiner Zukunft abseits der Politik gefunden: künftig müsse er "Gott sei Dank nicht mehr zu jedem Blutzer freundlich sein".

Auf die Frage was ihm die Zukunft bringen werde, sagt Böhm: "Spaß", er habe sich ein Motorrad gekauft und verhandle wegen eines neuen Porsche.
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