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MI | 11.04.2012
Wald (Bild: ORF)
BEZIRK FREISTADT
Hintergründe des Amoklaufs von Liebenau
Nach und nach wurden am Montag die Hintergründe für den Mordversuch am Sonntag bei Liebenau klar. Ein seit Jahren schwelender Konflikt um Jagd- und Wasserrechte dürfte einen 77-Jährigen dazu getrieben haben, auf das Nachbar-Ehepaar zu feuern.
Die Frau wurde dabei schwer verletzt. Der Schütze richtete sich wenige Minuten nach der Tat selbst.

Hochstände auf Grund des Nachbars errichtet
Seit einem Vierteljahrhundert haben sich der 77-jährige Jäger und das Ehepaar gekannt, waren lange Zeit sogar befreundet. Der Jäger durfte zum Beispiel einige Hochstände auf dem Grund der Nachbarn errichten. Doch der Friede dauerte nur so lange, bis sich das Ehepaar einen Hund anschaffte.

Zwischen den beiden Seiten krachte es daraufhin immer öfter - das Ehepaar ließ den Jäger seine Hochstände wieder abreißen, er wiederum warf ihnen vor, illegal Forststraßen gebaut zu haben. In der Gemeinde wusste man bescheid, dass sich die beiden Seiten nichts Freundliches mehr zu sagen hatten.
Mehrere Male auf das Ehepaar gefeuert
Am Sonntagnachmittag schließlich eskalierte die Situation: In einem Waldstück feuerte der 77-Jährige mit seinem Revolver mehrere Male auf das Ehepaar. Die 49-jährige Frau wurde in Schulter und Oberarm getroffen.
77-Jähriger erschoss sich
Das Ehepaar flüchtete in ein Gasthaus. Doch auch der Schütze tauchte dort noch einmal auf - ließ aber wegen der vielen Gäste von seinen Opfern ab und fuhr davon.

Er erschoss sich wenige Minuten später mit einer abgesägten Schrotflinte - direkt neben der Leichenhalle im niederösterreichischen Arbesbach.
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