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MI | 11.04.2012
BAHNHOF
Esperanto-Denkmal neu für Linz
In der Nähe des Linzer Bahnhofs hat seit 1965 ein Denkmal auf die internationale Plansprache Esperanto hingewiesen. Der Stein musste vor einigen Jahren dem Bau des Landesdienstleistungszentrums weichen. Jetzt wurde er in einem Nachbau wieder am Bahnhof aufgestellt.
Esperanto - eine Plansprache
Esperanto ist die meistverbreitete internationale Plansprache, quasi ein Wortmix auf verschiedensten Sprachfamilien der Welt. Ihr Erfinder, Ludwig Lazarus Zamenhof, entwickelte seine Idee einer leicht erlernbaren, neutralen Sprache 1887.

Grund war, die internationale Kommunikation zu verbessern und dennoch bestehende Sprachen nicht zu verdrängen - das Esperanto war geboren.
Esperantistengruppe in Linz gegründet
Die erste Esperantistengruppe wurde 1922 in Linz gegründet, und die Landeshaupstadt war immer wieder Schauplatz von nationalen und internationalen Esperanto-Kongressen.

1958 bennante man eine Straße nach Ludwig Lazarus Zamenhof in Linz, 1965 wurde dann das Esperanto-Denkmal beim Hauptbahnhof aufgestellt.
Kosten: 20.000 Euro
Jetzt steht der Nachbau des alten Denkmals, angefertigt vom Peuerbacher Künstler Herbert Ecker, wieder beim Bahnhof. Die Initiative dazu setzte der Linzer Esperanto-Verband, die Kosten von rund 20.000 Euro hat die Stadt Linz übernommen.

"Wichtiges Signal"
Kulturstadtrat und Vizebürgermeister Erich Watzl sieht das Denkmal als wichtiges Signal, eine gewisse Breite in der Kultur zu ermöglichen. Die Idee hinter Esperanto sei völkerverbindend, der Bahnhof als Verkerhsdrehscheibe in alle Welt ein idealer Platz.

Wirklich durchgesetzt hat sich die Plansprache Esperanto allerdings nicht, auch wenn es einige Bücher in dieser Sprache zu kaufen gibt und einige Radiosender auf der Welt Sendungen in Esperanto bringen, so etwa Radio Vatikan.
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