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MI | 11.04.2012
Landesfrauenklinik (Bild:APA)
umzug
Ende für die alte Landesfrauenklinik
Nach 163 Jahren geht heute eine Ära zu Ende. Die Landesfrauen- und Kinderklinik in Linz schließt ihre Pforten. Am Freitag geht die Übersiedelung in das neue Gebäude beim AKH Linz über die Bühne.
163-jährige Geschichte
Der Erfinder von "Wetten, Dass" - der Showmaster Frank Elstner - ist in der Linzer Kinderklinik genaus geboren, wie der Altlandeshauptmann Josef Ratzenböck oder die Sprößlinge von Landeshauptmann Josef Pühringer.

Mit der Übersiedelung ins neue Gebäude beim AKH wird ein Schlussstrich unter eine 163-jährige Geschichte am Standort in der Linzer Lederergasse gezogen.
Zuerst nur Patientinnen aus Oberösterreich
Waren zu Beginn des Spitals - Mitte des 19. Jahrhunderts - die Patientinnen fast ausschließlich aus Oberösterreich, kamen mit der Eröffnung der Pferdeeisenbahn und der Ausweitung des Straßennetzes vereinzelt auch Frauen aus Böhmen, Salzburg, Niederösterreich, ja sogar aus Kärnten, Tirol und der Steiermark nach Linz.

Erster Röntgenapparat 1932
Eine komplette gynäkologische Abteilung wurde 1904 aufgebaut, die Barmherzigen Schwestern waren für die Pflege der Patientinnen verantwortlich. 1932 wurde der erste Röntgenapparat angeschafft.
Während der Zeit des Nationalsozialismus kam es zu Zwangssterilisationen und Schwangerschaftsabbrüchen, die angeordnet waren. Für Frauen, die - wie es im Nationalsozialismus hieß - einen eugenisch bedenklichen Nachwuchs erwartet hätten. Kinder mit Erbkrankheiten also.

Rückkehr 1951
In der Zeit der Bombenangriffe auf Linz gab es mehrere Ausweichquartiere, bis man 1951 schließlich wieder in die Lederergasse zurückkehrte.
Aufnahme noch bis 7.29 Uhr
Der Umzug ins neue Gebäude beim AKH wird für das Krankenhauspersonal ziemlich viel Stress bedeuten. Bis 7.29 Uhr werden noch Patienten im alten Spital aufgenommen, ab 7.30 erfolgt die Aufnahme dann im neuen Krankenhaus.
Parallele Betreuung der Patienten
Zwei Teams - eines im alten und eines im neuen Spital - werden parallel die Patientinnen betreuen. Das Rote Kreuz wird für die Übersiedelung der 50 Patientinnen und der etwa 30 Kinder zuständig sein.

Auf dem fast 38.000 Quadratmeter großen Areal der alten Landesfrauen und Kinderklinik sollen Wohnungen gebaut werden.
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