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MI | 11.04.2012
Neues Musiktheater Linz (Bild: Landespresse / Linschinger)
Terry Pawson
Musiktheater-Entscheidung in Linz ist gefallen
Im Architektenwettbewerb für das neue Linzer Musiktheater steht der Sieger fest: Der Londoner Architekt Terry Pawson konnte sich gegen zwei andere Projekte durchsetzen.
Das wurde in einer Pressekonferenz am Mittwochnachmittag in Linz bekannt gegeben.

"Theater am Park"
Sein schachtelförmiger Bau mit dem Arbeitstitel "Theater am Park" setzte sich gegen einen nierenförmigen Baukörper sowie gegen ein bereits im Vorfeld umstrittenes Projekt mit einem hohen Musiktheater-Turm durch.

Kostenschätzung von 143 Mio. Euro
Das neue Musiktheater wird nach ersten Schätzungen rund 143 Mio. Euro kosten. In dieser Summe enthalten sind der Bau, die Außenanlage, der Grund, eine Garage, die Nutzung über ein PPP-Modell (Private Public Partnership) und die Verkehrslösung.

Die entsprechenden Organbeschlüsse für das Projekt erwartet Oberösterreichs Kulturreferent Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) für Mai.
Neues Musiktheater Linz (Bild: Landespresse / Linschinger)
"Turm" hätte 285 Mio. Euro gekostet
Das auf dem zweiten Platz gelandete Theater in Herz- bzw. Nierenform von dem österreichischen Architektenduo "duda, testor" (Klaus Duda und Erik Testor) hätte rund 152 Mio. Euro gekostet.

Die Investitionen für die Spielstätte im Turm (ein Projekt des in Wien arbeitenden Osttiroler Architekten Wolfgang Tschapeller) hätten an die 285 Mio. Euro ausgemacht. Die Nutzung über den normalen Spielbetrieb hinaus wäre in diesem Fall eine weitaus größere gewesen.

Keine Bespielbarkeit bis 2009
Bei keinem der drei Projekte wäre die Herstellung einer Bespielbarkeit bis 2009 - in diesem Jahr ist Linz "Europäische Kulturhauptstadt" - möglich gewesen.
Zehn Stimmen dafür, eine dagegen
Die Jury unter dem Vorsitz des Vorarlberger Architekten Karl Baumschlager hat sich mit zehn Stimmen für das "Theater am Park" von Terry Pawson entschieden. Ein Mitglied sprach sich dagegen aus. Das "integrative Projekt" habe die Juroren vor allem durch seine städtebauliche Qualität überzeugt, Nachjustierungen seien aber notwendig, erklärte Baumschlager.
Planungs- und Behördenverfahren
Auf ein Zeitszenario wollte sich Pühringer nicht festlegen. Die Planungs- und Behördenverfahren würden mindestens eineinhalb Jahre in Anspruch nehmen.

Der Landeshauptmann hofft, dass "flott gearbeitet" wird. Ein großes Plus für den Zeitplan bedeute jedenfalls, dass bei dem Projekt auf Grund der Zahl der Garagenplätze keine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig sei.
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