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MI | 11.04.2012
SMS. (Bild: ORF)
vorsicht geboten
Arbeiterkammer warnt vor Gratis SMS
Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer raten beim Angebot von Gratis SMS zur Vorsicht. In den letzten Wochen häufen sich die Beschwerden über eine Firma, die bei Anmeldung das kostenlose Versenden von 100 Kurznachrichten via Handy verspricht.
100 gratis SMS - dieser Verlockung erliegen immer wieder Konsumenten und melden sich an. Wenig später heißt es aber zahlen. Im Internet wird häufig von verschiedensten Ambietern mit Gratisangeboten gelockt.
Teilnahmebedingungen unbedingt lesen
Bevor man jedoch online ein Formular ausfüllt, abschickt und danach freigeschaltet wird, lohnt sich ein genauer Blick auf die Teilnahmebedingungen, raten die Konsumentenschützer.

Hinweis auf Kosten versteckt
Denn darin sind die Verpflichtungen nachzulesen, die die Kunden tatsächlich eingehen und was die Leistung tatsächlich kostet. Hier versteckt sich bei den meisten Anbietern auch der Hinweis auf den zu bezahlenden Betrag. Und damit sind die Firmen aus dem Schneider.

Außerdem findet sich in den Teilnahmebedingungen auch Informationen über das gesetzliche Rücktrittsrecht.
Sieben Tage Rücktrittsfrist
Gesetzlich ist zumindest eine Rücktrittsfrist von sieben Werktagen vorgesehen. Wenn Kunden von diesem Vertrag nicht fristgerecht schriftlich zurücktreten, bleibt der geschlossene Vertrag aufrecht und die Firma kann den vollen Betrag einfordern.
Kinder seien Vertrag eingegangen
Einige Kunden argumentieren dann damit, dass ihre unmündigen Kinder das Formular ausgefüllt hätten und der Vertrag damit also gesetzwidrig sei.

Doch die Erfahrung der Konsumentenschützer zeigt, dass das in manchen Fällen nur ein Vorwand der Erwachsenen ist, die die Verträge eingegangen sind.
Firmen könnten auf Betrug klagen
Dabei sollte man aufpassen, so Konsumentenschützer Georg Rathwallner. Denn einen Vertrag einzugehen, vielleicht auch noch mit persönliche Daten, wie dem eigenen Geburtsdatum und dann die Kinder als Vorwand für einen Rücktritt vorzuschieben, könnte im schlechtesten Fall zum Boomerang werden. Dann nämlich, wenn Firmen auf Betrug klagen.
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