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singvogelfang |
25.11.2005 |
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Tierschützer kündigen "sehr großen Wirbel" an
Tierschützer machen weiter mobil gegen den Singvogelfang in OÖ. Der Obmann des "Vereins gegen Tierfabriken", Martin Balluch, kündigte am Freitag einen "sehr großen Wirbel" an, sollte es von Seiten der zuständigen Politiker zu keinem Einlenken kommen.
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"Brutaler Eingriff in die Natur" |
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Die Tierschutzsprecherin der oberösterreichischen Grünen, Doris Eisenriegler, appellierte an Naturschutzreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Erich Haider, die Verordnung, die den Fang in Oberösterreich erlaubt, zurückzunehmen, und an Naturschutzreferentin Landesrätin Silvia Stöger (beide SPÖ), das Bundestierschutzgesetz zu vollziehen.
"30.000 bis 35.000 Singvögel gefangen"
Balluch berichtete, dass in dieser Saison rund 30.000 bis 35.000 Singvögel und auch zahlreiche Kohlmeisen gefangen worden seien. Die Tiere würden verdreht in der Falle zusammengequetscht und müssten Todesängste ausstehen.
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"Auch Kinder werden zum Vogelfang angehalten" |
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Rund 30 Anzeigen erstattet
Auch die Haltung der Vögel widerspreche klar dem Bundestierschutzgesetz, betonte der VGT-Obmann. Von Seiten der Tierschützer seien insgesamt rund 30 Anzeigen erstattet worden.
Balluch sprach darüber hinaus von "brutalen Eingriffen" in die Natur und erklärte, dass auch Kinder zum Vogelfang angehalten würden.
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"Großer Widerstand gegen das Brauchtum"
Laut Harald Hofner, Obmann des Dachverbandes der oberösterreichischen Tierschutzorganisationen, mache sich unter der Bevölkerung im Salzkammergut ein "sehr großer Widerstand" gegen das Brauchtum bemerkbar.
Es sei zudem ein sozialer Druck auf die Bewohner spürbar. Er erhalte fast täglich mehrere Anrufe, so Hofner, der wie Balluch erneut betonte, dass die Vogelfänger "Tierquäler" seien.
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"Mühsamer Weg zum Bundestierschutzgesetz" |
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"Wir würden zivilen Ungehorsam einsetzen"
Balluch sprach von einem "mühsamen Weg" zum Bundestierschutzgesetz und einem "Vollzugsdefizit".
Sollte sich an der aktuellen Situation nichts ändern, werde man mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln auftreten. "Wir würden zivilen Ungehorsam einsetzen", betonte der VGT-Obmann.
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ooe.ORF.at; 17.11.05
Die Vogelfänger im Salzkammergut werden heuer keine Ausstellung der von ihnen gefangenen Tiere durchführen. Der Grund: Wegen der Vogelgrippe dürfen die Piepmatze - auch privat - nicht zur Schau gestellt werden.
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