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MI | 11.04.2012
Ortsschild Fucking (Bildquelle:APA)
Fucking
Zweideutiger Ortsname als Bürde
Die Bewohner von Orten mit ungewöhnlichen Namen haben es nicht immer leicht. Jene, die im Ortsteil Fucking bei Tarsdorf im Bezirk Braunau zu Hause sind, sind immer wieder mit hämischen Kommentaren konfrontiert.
Ortstafeln als Souvenir
Sie sind sogar international bekannt geworden, denn Fucking ist – englisch ausgesprochen – nicht gerade ein feines Wort.

Der Ortsname übt schon seit Jahren auf englischsprachige Touristen eine nahezu magische Anziehungskraft aus. Immer wieder wurden in der Vergangenheit meist von englischsprachigen Touristen die Ortstafeln abmontiert. Bürgermeister Franz Meindl ist wütend:
Ortstafeln jetzt einbetoniert
"Das ist ein ganz normales Bauerndorf. Früher hat man Fucking anders geschrieben. Ich weiß nicht, wieso man diesen Namen jetzt mit "ck" schreibt. Das ist dann alles auf eine Website gestellt worden. Seither interessieren sich alle dafür.

Zwölf oder dreizehn Ortstafeln wurden uns schon gestohlen. Mittlerweile haben wir sie aber einbetoniert, angeschweißt und vernietet."
"Vermarktung ist fehl am Platz"
Derzeit stehen jedenfalls alle sechs Ortstafeln.
Einige haben sogar versucht, die zweifelhafte Berühmtheit des Ortes zu Geld zu machen. Doch die Vermarktung, etwa in Form von T-Shirts, war bisher wenig erfolgreich. 

"Das haben schon viele probiert. Nur ist das eine moralische Sache. Was können die Fuckinger dafür? Wenn ich mit so etwas Werbung machen muss, dass ich bekannt werde und Touristen herbringe, ist das meines Erachtens falsch.

Die Fuckinger wollen einfach in Ruhe gelassen werden", so der Bürgermeister von Tarsdorf, zu dem auch Fucking gehört.
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