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MI | 11.04.2012
Lkw (Bild: ORF)
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Proteste gegen Schwerverkehr im Aisttal
Am Mittwoch haben die die Bewohner des Josefstals bei Schwertberg auf der Aisttalstraße demonstriert. Sie fühlen sich vom Lkw-Verkehr, der von der Bundesstraße auf eine kleine Landesstraße ausweicht, massiv belastet.
Die Lastkraftwagen „rumpeln Tag und Nacht“.
Trotz Bundesstraße Lkws auf Landesstraße
Die Lkws rollen dort nicht über die B123, die dafür einst ausgebaut wurde, sondern über die L1415, eine kleine Landesstraße. Die Frächter würden die größere Straße nicht nutzen, weil sie unter anderem hügeliger sei, so die Anwohner.

Für Lkw-Mautflüchtlinge herrsche zudem ein Fahrverbot auf der Bundesstraße. Nun donnert eben der gesamte Schwerverkehr über die kleine Aisttalstraße.

60.000 Fahrzeuge pro Woche
Diese sei aber nicht schwerverkehrstauglich, sagt Peter Laher, ein Anrainer, der den heutigen Protest organisiert hat. Bei einer Verkehrszählung, die von den Anrainern in Auftrag gegeben worden war, wurden „im Wochenschnitt knapp 60.000 Fahrzeuge“ ermittelt. Von diesen sollen 40 Prozent Schwerfahrzeuge gewesen sein, so Laher.

Ausgebaute Bundesstraße
Die Lastkraftwagen „rumpeln Tag und Nacht“, sagte Peter Laher im Gespräch mit dem ORF Oberösterreich und das, obwohl die Fahrzeuge auf der Aisttalstraße nichts verloren hätten.: „Die Absurdität besteht darin, dass mit einem großen Aufwand an Steuergeldern die B123 Schwerverkehrstauglich ausgebaut wurde. Ganze Hänge wurden abgeflacht und die Trassierung so gelegt, dass sie Lkw-tauglich ist. Die wurde jetzt mit einem Quell- und Zielverkehrsschild stillgelegt und dort fährt kaum ein Lastwagen.“

Der Verkehr, der auf der B123 nicht fahren darf, rolle jetzt auf der kleinen Landesstraße, schließt Laher.

Landesrat: Verkehr "deutlich zugenommen"
Der zuständige Landesrat, Hermann Kepplinger (SPÖ), bestätigt im Gespräch mit dem ORF Oberösterreich, dass der Lkw-Verkehr auf der Aisttallandestraße „deutlich zugenommen“ habe. Im Durchschnitt wurden täglich 384 Lkw gezählt, das waren 150 mehr als noch vor einem Jahr.

Weitere Erhebungen
Nun sollen „genaue Erhebungen“ durchgeführt werden. Wichtig sei vor allem, zu wissen, woher die Lkws kommen und wohin sie fahren, so Kepplinger. Laut SPÖ-Landesrat könnte man dann durch eine Quell- und Zielgebietsregelung den Lkw-Verkehr aus diesen Orten aussperren.
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