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MI | 11.04.2012
Josef Pühringer (Bild: ORF)
POLITIK
Pühringer fordert Gespräche nach Affären
In der ÖVP rumort es. Die Ereignisse um Lobbyinggelder, Missbrauch von EU-Spesengeldern und Ausweisen trifft die ÖVP in einer schwierigen Phase. Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) fordert Gespräche "in aller Ruhe".
"Ernstes Wort mit Parteiführung" angekündigt
ÖVP-Parteichef Josef Pröll erholt sich gerade nach einem Lungeninfarkt, das nährt Spekulationen über seinen Gesundheitszustand und seine politische Zukunft. Es werden bereits Rufe nach einem neuen Parteichef laut.

"In aller Ruhe reden"
Pühringer stellt sich zwar demonstrativ hinter Pröll, kündigte allerdings ein "ernstes Wort mit der Parteiführung" an: "Ich will die Verantwortlichen der Bundespartei in dieser Situation, wo sich der Bundesparteiobmann auf Reha befindet, nicht hernehmen, um Abrechnungen zu halten."

"Über die Entwicklungen, die es in der letzten Zeit gegeben hat, wird man in aller Ruhe dann reden, wenn der Bundesparteiobmann wieder voll einsatzfähig ist", so Pühringer.

Verständnis für zornige Basis
Nach solchen Vorkommnissen kann man laut Pühringer sicher nicht zur Tagesordnung übergehen. Das würden auch Funktionäre und Mitglieder an der Basis nicht verstehen. "Unsere Ehrenamtlichen sind wütend und zornig. Das sollte man auch gar nicht beschönigen, und ich habe großes Verständnis dafür", sagte Pühringer.
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