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POLITIK |
12.10.2010 |
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Abschiebung: Fackelzug in Steyr geplant
In Steyr wächst der Unmut über die Abschiebung der aus dem Kosovo stammenden Familie Komani. Diese sei laut Betreuern bestens integriert gewesen. Der Widerstand formiert sich und Aktionen werden geplant.
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Vater und Kinder abgeschoben
Am 7. Oktober wurde der Vater mit seinen zwei achtjährigen Zwillingen in den Kosovo abgeschoben, die Mutter blieb weiterhin in Wien in psychiatrischer Behandlung.
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Erich Schlagitweit: "Dieser Fall hat an Brutalität und Missachtung von Kinder- und Menschenrechten eine neue Qualität erreicht." |
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Widerstand formiert sich
Viele Bürger in und um Steyr wollen die Abschiebung für die aus dem Kosovo stammende Familie nicht so ohne weiteres hinnehmen. Der Widerstand formiert sich. Der Unternehmer Erich Schlagitweit hat kurzerhand einen Fackelzug organisiert.
Informationsstand und Petitionen
Am Samstag wird es in der Enge in Steyr einen Informationsstand geben, bei dem auch Unterschriften gesammelt werden weil noch immer die Hoffnung besteht, dass Petitionen "in der Sache noch etwas bewegen können", so der Unternehmer Erich Schlagitweit.
Fackelzug am 21. Oktober
Beim Gottesdienst in der Pfarre St. Anna wird am Sonntag ein Vertreter der Aktion "Freunde schützen" sprechen und für Donnerstag den 21. Oktober ist ein Fackelzug von der Pfarre St. Anna über die Wehrgrabenschule zum Rathaus auf den Stadtplatz von Steyr geplant. Eine Kundgebung soll den Fackelzug abschließen.
Neue Qualität der Missachtung
Die Argumentation der Politiker, dass einfach die Gesetze vollzogen worden wären, kommentiert Schlagitweit so: "Offensichtlich versteckt man sich hinter den Gesetzen. Dieser Fall hat an Brutalität und Missachtung von Kinder- und Menschenrechten eine neue Qualität erreicht."
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wien.ORF.at; 7.10.10
Die umstrittene Abschiebung achtjähriger Zwillinge und ihres Vaters in den Kosovo ist am Donnerstag erfolgt. Die Mutter bleibt weiter in Wien. Nicht nur politische Reaktionen waren erbost, auch Betreuer reagierten entrüstet.
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ooe.ORF.at; 8.10.10
Die Kritik an Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) und der Abschiebung zweier Kinder ohne ihre Mutter in den Kosovo reißt nicht ab. Der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz zeigte sich am Freitag "persönlich schwer betroffen".
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Fremdenrecht nachvollziehbar?
Immer wieder kommt es vor, dass auch Kinder mit Verweis auf die Gesetzeslage in Schubhaft genommen werden. Ist das Vorgehen der Behörden nachvollziehbar? Oder sollten in solchen heiklen Fällen andere Lösungen gesucht werden?
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