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MI | 11.04.2012
Symbolbild Arzt (Bild: Fotolia.com/ Falko Matte)
GESUNDHEIT
Ärzte beklagen Schwächen in der Kindermedizin
Führende österreichische Kinderärzte haben am Mittwoch in Linz Alarm geschlagen und Schwächen in der Kindermedizin aufgezeigt. Sie beklagen, dass immer mehr Kinder und Jugendliche psychisch verwahrlosen.
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Und noch eines wurde bemängelt: Österreich sei bei der Betreuung von Kindern nach Spitalsaufenthalten und bei der Kinder-Reha europaweit im Hintertreffen.

"Zu wenige Therapieplätze"
Die Tagungspräsidentin Gabriele Wiesinger-Eidenberger von der Landesfrauen- und Kinderklinik sagt: "Es mangelt vorwiegend an Therapieplätzen für die Kinder draußen, damit sie weiter eine Therapie bekommen, zum Beispiel bei Kindern mit Bewegungsstörungen und extremer Frühgeburtlichkeit. Diese würden eine Physio- oder Ergotherapie, Kinder mit Sprachstörungen im späteren Alter eine logopädische Betreuung benötigen. Leider sind nicht ausreichend Therapieplätze vorhanden, das heißt, es sind Wartezeiten von einem halben bis zu einem Jahr gängig."

"Zu wenige Kassenverträge"
Andererseits wären auch zu wenige Kassenverträge für diese Therapeuten vorhanden, so dass die Eltern oft auch zusteuern müssen und sich diese schweren Therapien nicht leisten könnten, so Wiesinger-Eidenberger.
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