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DI | 14.02.2012
Rauferei (Bild: www.neumayr.cc)
CHRONIK
Zivilcourage spielt sich hauptsächlich im Kopf ab
Wenn es um Zivilcourage geht, haben die Österreicher teils gute Vorsätze - bis zur Tat ist es aber oft ein weiter Weg. Im Schnitt besteht nur bei zwei Dritteln die Wahrscheinlichkeit zur Verwirklichung, so eine IMAS-Umfrage.
Das Institut hat im Juli und August 1.000 repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren ausgewählte Personen persönlich befragt.
Am meisten Hilfe für Frauen
Von den Befragten erklärten 83 Prozent, dass man einer Frau, die sexuell belästigt wird, zu Hilfe eilen sollte. 67 Prozent würden den Vorsatz auch in die Tat umsetzen.

Auf den Plätzen folgen das Melden eines Fahrerflüchtigen bei der Polizei, Nachforschungen anstellen im Fall von Schreckensschreien aus einer Wohnung und Hilfe holen für einen verletzten Obdachlosen.
Nur zehn Prozent würden jemanden, der mit dem Handy am Steuer telefoniert, zurechtweisen.
Offen zu einer Partei bekennen
Bedeutend weniger Bürger können sich damit anfreunden, Ausländer darauf aufmerksam zu machen, dass sie sich an die in Österreich geltenden "Spielregeln" anpassen sollen. Sich offen zu einer Partei bekennen, der man nahesteht, kam auf 41 bzw. 28 Prozent, mit jemand eng zusammenarbeiten, der an Aids erkrankt ist, auf 41 bzw. 26 Prozent und ein ehemaliger langjähriger Häftling als Arbeitskollege auf 37 bzw. 22 Prozent.

Gerade einmal elf bzw. fünf Prozent gaben an, dass man mit einem Menschen zusammenarbeiten sollte oder würde, der radikale islamische Ansichten hat. Das Zurechtweisen von jemandem, der im Auto mit dem Handy telefoniert, kam auf 20 bzw. zehn Prozent.
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