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WIRTSCHAFT |
03.09.2010 |
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Reger Tanktourismus aus Tschechien
Vorbei sind die Zeiten, in denen Österreicher im Grenzraum zu Tschechien von den niedrigeren Preisen profitiert haben. Das Bild hat sich in den letzten Jahren zum Teil sogar ins Gegenteil gekehrt. Aktuellstes Beispiel: die Treibstoffpreise.
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Tankstellenpächter im Mühlviertel freuen sich seit Wochen über einen Zustrom tschechischer Kunden, denn Sprit ist bei in Tschechien inzwischen spürbar teurer als in Oberösterreich. So zahlt man für Diesel in Tschechien derzeit um rund 20 Cent mehr pro Liter als in Oberösterreich.
Goldgräberstimmung wich Katzenjammer
Für die Tankstellenbetreiber in Südböhmen und Südmähren, an den Grenzen zu Österreich, sind schwierige Zeiten angebrochen. Die Goldgräberstimmung in den Jahren nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ist dem Katzenjammer gewichen. Tschechien ist in der EU, die Wirtschaft hat angezogen, die Krone legt an Wert gegenüber dem Euro zu, und die Lebenserhaltungskosten sind in vielen Bereichen deutlich gestiegen.
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Und genau das macht auch Treibstoff inzwischen zu einer teuren Angelegenheit in Tschechien, vergleicht man die Preis mit dem in Österreich. Autofahrer aus Südböhmen nützen daher Fahrten ins Mühlviertel vor allem auch zum Tanken. Er tanke möglichst nur noch in Oberösterreich, schildert ein Geschäftsmann aus Budweis.
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Bis zu zehn Euro Ersparnis pro Tankfüllung
Im Mühlviertel koste Diesel derzeit rund 1,11 Euro, in Budweis hingegen 32 Kronen, umgerechnet knapp 1,30 Euro. Das macht bei einer 50 Liter Tankfüllung schnell einmal acht bis zehn Euro Differenz.
Der Tanktourismus nach Oberösterreich hat in den vergangenen Wochen bereits auch die Politiker in Prag beschäftigt. Dort denkt man inzwischen über eine Senkung der Mineralölsteuer nach, um den grenznahen Tankstellen in Tschechien die Chance geben zu können, mit ihren Spritpreisen wieder konkurrenzfähig zu werden.
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