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MO | 13.02.2012
Kremsmünster (Bild: APA/Rubra)
CHRONIK
Pumpgun bei Kremsmünsterer Pater gefunden
Ein Pater des Stiftes Kremsmünster, gegen den die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs ermittelt, soll in seinem Kasten eine nicht registrierte Pumpgun verwahrt haben.
Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Steyr, Andreas Pechatschek, bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der "Oberösterreichischen Nachrichten".

Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf
Im Zuge der bekanntgewordenen Missbrauchswelle waren im Frühling auch Vorwürfe gegen insgesamt fünf Patres des Stiftes aufgetaucht. Sie wurden von Abt Ambros Ebhart suspendiert. Gegen drei Geistliche nahm die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf. Zwei Verfahren wurden mittlerweile wegen Verjährung eingestellt.

Waffe wurde abgegeben
Gegen den dritten Beschuldigten - jenen 77-Jährigen, in dessen Kasten die Pumpgun gefunden wurde - wird nach wie vor ermittelt, so die "Oberösterreichischen Nachrichten". Die Waffe soll vom Prior des Stifts abgegeben worden sein.
Frage der Verjährung ist zu klären
Der Pater soll Schüler des Stiftsinternats sexuell missbraucht und auch misshandelt haben. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe entschuldigte er sich in einer schriftlichen Stellungnahme. Ob er sich in einem Prozess verantworten muss, ist noch unklar.

Laut Staatsanwaltschaft ist die Frage der Verjährung zu klären. Die Frist hänge von der Höhe der Strafandrohung und diese wiederum von der Schwere der Übergriffe ab, erklärte Pechatschek.
Pater ließ Waffe nicht registrieren
Die Pumpgun war bereits zu Beginn der Ermittlungen sichergestellt worden. Seit Mitte der 1990er Jahre brauche man dafür einen Waffenpass, so Pechatschek.

Wieso der Pater sie nicht registrieren ließ, ist unklar. Es könnte ihm aber als Vergehen nach Paragraf 50 des Waffengesetzes angelastet werden.
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