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GESCHICHTE |
02.09.2010 |
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Kritik an Kosten für "Stille Nacht"-Denkmal
In Hochburg-Ach im Innviertel soll ein Franz-Xaver-Gruber-Weg entstehen. 450.000 Euro sollen die Gesamtkosten betragen, um dem Komponisten von "Stille Nacht" ein Denkmal zu setzen. Jetzt gibt es heftige Kritik, das alles sei zu gigantisch angelegt.
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Sieben Bronzeskulpturen, jede etwa drei Meter hoch, jede Figur versehen mit einer Strophe des Liedes "Stille Nacht" und zusätzlichen Informationen über den Komponisten: Auf einem Rundweg, auf dem sich unter anderem das Geburtshaus von Franz-Xaver Gruber befindet, sollen die Skulpturen, die die Kontinente symbolisieren, aufgestellt werden.
"Hat nichts mit Neid zu tun"
Zu gigantisch sei das Ganze, mehr Zurückhaltung wäre besser, meint etwa Thomas Stadler, selbst Künstler und Vorsitzender einer Kunstinitiative in der "Stille Nacht"-Gemeinde Oberndorf im benachbarten Salzburg, der betont, mit Neid habe seine Kritik nichts zu tun: "Ganz im Gegenteil, mit diesen monumentalen Skulpturen wird der Schuss gehörig nach hinten losgehen. Es wird also von überall Kritik regnen."
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Stärkere Einbindung der Bevölkerung
Die Bevölkerung in Hochburg-Ach gehöre auch noch stärker eingebunden. Das sei der Fall, entgegnet Gerhard Haring, der Obmann der Franz-Xaver-Gruber-Gemeinschaft. Und weiter: "In einem Bezirk, der meist nur mit dem Namen Adolf Hitler verbunden wird, bemühe man sich einfach, das Andenken an Persönlichkeiten wie Franz-Xaver Gruber aufrechtzuerhalten", so Haring.
Dennoch: allein die Kosten für das Projekt seien mit 450.000 Euro zu hoch, kritisiert Stadler: "Es gibt erstens ganz viele Menschen, die tolle Ideen haben. Und zweitens könnte man mit diesem Geld Hunderte Künstler beauftragen, spannende Dinge zu machen."
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Geld von Spenden und Sponsoring
Die 450.000 Euro kommen zum größten Teil durch Spenden und Sponsoring zusammen. Das Land wolle ein Drittel beisteuern, sagt Haring. Es sei jedoch falsch zu glauben, das Geld würde zum Großteil der Künstler allein bekommen: "Inbegriffen sind da natürlich auch Grundablösen, Straßen und Wege werden gemacht. Das sind alles Summen, die wir aufstellen."
"Sehr gut angelegtes Geld"
Und der bisherige Bürgermeister von Hochburg-Ach, Karl Lugmayr, ergänzt: "Es gibt einen Kulturtopf in Oberösterreich, aus dem wir Gelder bekommen. Wenn wir das Geld nicht nehmen, bekommt es irgendeine andere der 444 Gemeinden. Ich finde, dass dies wirklich ein sehr gut angelegtes Geld ist."
Burghausen spendete 50.000 Euro
Das glauben wohl auch - so scheint es - die Stadtverantwortlichen im benachbarten bayerischen Burghausen. Sie haben kürzlich 50.000 Euro für den Franz-Xaver-Gruber-Weg gespendet. Noch heuer soll mit den Bauarbeiten begonnen werden.
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