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POLITIK |
01.09.2010 |
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Start für die Linzer Stadtwache
Im Visier des neu geschaffenen Linzer Ordnungsdienstes stehen ab Mittwoch jene Landsleute, die in der Landeshauptstadt auf Recht und Ordnung pfeifen. Sechs Frauen und zehn Männer treten ihren Dienst an.
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Strafen dürfen die Ordnungswächter nicht, nur Anzeigen erstatten, wie jeder Staatsbürger auch. |
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18 Ordnungswächter
Zwei weitere Ordnungswächter kommen in den nächsten Tagen dazu. Von 8.00 Uhr bis Mitternacht werden sie rot-schwarz gekleidet durch Linz patroulieren. Vier Wochen lang wurden die Mitarbeiter der Stadtwache - darunter ein ehemaliger Portier, ein Hundeführer und Mitarbeiter von Sicherheitsfirmen - auf ihre Aufgaben vorbereitet.
Einschreiten sollen die neuen Stadtwächter beispielsweise bei Vandalenakten, illegalen Müllablagerungen, Lärmbelästigungen oder bei Verstößen gegen die Hunde-Leinenpflicht.
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ÖVP: informieren und schlichten
Die Erwartungen an den schon im Vorfeld stark umstrittenen Ordnungsdienst sind jedenfalls durchwegs hoch. Vizebürgermeister Erich Watzl (ÖVP) sieht den Einsatzbereich der neuen Stadtwache im Parkbereich, auf öffentlichen Plätzen und "dort, wo sich Konfliktpotentiale auftun können durch Information und Schlichten diese hintan zu halten."
SPÖ: Verbesserung des Sicherheitsgefühls
Bürgermeister Franz Dobusch von der SPÖ glaubt nicht, dass der Ordnungsdienst tatsächlich Einbrüche, Diebstähle schwere Kriminalität wirklich bekämpfen kann: "Dieser Ordnungsdienst soll für Ordnung sorgen und ist gleichzeitig ein Dienst an den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt. Da erwarte ich mir ganz einfach eine Verbesserung des Sicherheitsgefühls."
FPÖ: auf Dinge aufmerksam machen
Der für Sicherheit der Landeshauptstadt zuständige Stadtrat Detlef Wimmer (FPÖ) sieht in der Stadtwache "Helfer, die auf Dinge aufmerksam machen, die nicht passen, soweit das nicht ausreicht, muss man natürlich auch Konsequenzen in Betrwcht ziehen."
Strafen dürfen die Ordnungswächter nicht, nur Anzeigen erstatten, wie jeder Staatsbürger auch.
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Kritik von den Grünen
Kritik kommt von Seiten der Grünen, die von Anfang an gegen die Errichtung dieses Ordnungsdienstes waren. Linz brauche keine Stadtwache, hier werde viel Steuergeld sinnlos verschwendet, heißt es in einer Aussendung des Sicherheitsprechers der Grünen Markus Pühringer.
2011 soll die Truppe aufgestockt werden. Angedacht sind in Summe 30 Mitarbeiter. Für heuer werden sich die Kosten auf rund 540.000 Euro belaufen. Ab 2011 könnten es dann bis zu 1,6 Million Euro pro Jahr sein.
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ooe.ORF.at
Die Bürgerinitiative "Keine Stadtwache Linz" hat inzwischen angekündigt, eine Online-Meldestelle für Vorfälle im Zusammenhang mit der Stadtwache einzurichten.
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