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WIRTSCHAFT |
20.08.2010 |
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Schlechte Karten für Leiharbeiter
Viele falsche Vorstellungen zum Thema Leiharbeit ortet die Arbeiterkammer. Leiharbeit sei keineswegs nur ein vorübergehender Zustand und mit vielen Nachteilen verbunden. Die AK fordert entscheidende Verbesserungen.
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Häufigstes Motiv für die Leiharbeit ist laut einer Studie, dass keine andere Arbeit gefunden werden konnte. |
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19.000 Leiharbeiter in Oberösterreich
Oberösterreich ist das Bundesland mit den meisten Leiharbeitern. 19.000 waren es im Juni- im Vergleich zum Juni des Vorjahres ist das ein Plus von 25 Prozent. Laut Experten sei damit bei den Leiharbeitern wieder annähernd die Beschäftigtenzahl wie vor der Wirtschaftskrise erreicht.
Hoffnung auf mehr Geld
Eine Studie des Institutes für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften hat nun die Situation der Leiharbeiter untersucht. Häufigstes Motiv für die Leiharbeit ist demnach, dass keine andere Arbeit gefunden werden konnte. Das zweithäufigste Motiv ist die Hoffnung, mehr Geld zu verdienen.
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Dauerbeschäftigungsverhältnis "eine Illusion"
Viele Leasingkräfte – die meisten von ihnen sind Männer - wechseln dafür sogar die Branche. Etwa aus der Gastronomie in die Metall- und Fahrzeugindustrie. Doch die Rechnung geht so gut wie nie auf, ebenso wie die Hoffnung, in die Stammbelegschaft der jeweiligen Firma übernommen zu werden.
Kalliauer: Mehrverdienst ist eine Mär
Für Johann Kalliauer, Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich ist der Einstieg in ein Dauerbeschäftigungsverhältnis "eine Illusion". Er sagt dazu im Interview mit dem ORF Oberösterreich: "Es ist genauso eine Mär, dass man dort mehr verdient. Leasingkräfte werden geringer eingestuft und sind an vielen Dingen nicht beteiligt" - etwa an Weiterbildungsmöglichkeiten, Prämienvergaben oder betrieblichen Sozialleistungen.
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Unkorrekte Lohn- und Gehaltsabrechnungen
Aus der Studie geht ebenso hervor, dass Leiharbeiter vielfach mit Kündigungen während des Krankenstandes, unkorrekten Lohn- und Gehaltsabrechnungen sowie dem Druck zur einvernehmlichen Dienstauflösung konfrontiert würden.
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Die AK fordert eine Art Gütesiegel für Leiharbeitsfirmen. |
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Gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit
Die AK fordert daher eine ganze Reihe von Verbesserungen, Die primäre Forderung sei gleiche Bezahlung für die gleiche Arbeit, so Kalliauer: "Alles andere, wie bessere Vertretung durch Betriebsräte und auch bessere arbeitsrechtliche Absicherung sind auch Instrumente, aber das Primäre ist wirklich gleiche Entlohnung."
Nicht mehr als zehn Prozent
Außerdem fordert Kalliauer eine Art Gütesiegel für Leiharbeitsfirmen. Und kein Unternehmen solle mehr als zehn Prozent seiner Belegschaft an Leasingarbeitern beschäftigen dürfen. Etwa jeder fünfte Betrieb in Oberösterreich, der Leiharbeiter beschäftigt, liege über diesem Anteil.
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