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MI | 11.04.2012
Stillensteinklamm (Bild: ORF)
UMWELT
Empörung über Pflanzengift am Wanderweg
Die Stillensteinklamm in Grein zählt zu einem beliebten Ausflugsziel. Doch der Wanderspaß ist seit Wochen getrübt: Durch das Spritzen von Pflanzengift wandert man kilometerlang entlang von abgestorbenen Pflanzen.
Die Idylle ist getrübt, zumindest optisch. Denn der braune Streifen, der die Forststraße, die gleichzeitig als Wanderweg dient, säumt, ist nicht zu übersehen.

"Wanderer sind empört und enttäuscht"
Willi Ebner, der Obmann des Tourismusverbandes St. Nikola und Wirt in der Stillensteinklamm sagt: "Die Wanderer fragen mal generell, was da los ist und ob hier gespritzt worden ist. Sie sind momentan bisserl empört und enttäuscht, dass die Natur hier kaputt ist und sagen, dass dies eine Sauerei ist."
"Hauptgrund ist natürlich eine Kostenfrage"
Verwaltet wird das Gebiet bei Grein von der Forstverwaltung Greinburg. Forstdirektor Franz Gruber ist verantwortlich für den Pflanzengifteinsatz: "Ja, der Hauptgrund ist natürlich eine Kostenfrage, muss ich ganz ehrlich sagen. Wir haben mit dieser Maßnahme sicher 80 Prozent Kostenersparnis gegenüber einer mechanischen Beseitigung. Momentan wird es einen sicherlich ein bisserl schrecken, aber es steckt kein Umweltgift dahinter. Dieses Mittel ist ein gesetzlich zugelassenes Pflanzenschutzmittel im Agrar- und Forstbereich."
Im Pflanzenschutzmittelregister eingetragen
Von der Bezirkshauptmannschaft Perg heißt es: "Das Pflanzenschutzmittel Clinic ist im Pflanzenschutzmittelregister eingetragen und dessen Einsatz ist in der Waldbewirtschaftung durchaus üblich und zulässig."

Was bleibt, ist eine braune Steppe, statt saftigem Grün am Wegesrand. Zwar ungefährlich für den Menschen, aber hässlich.
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