Oberösterreich ORF.at
wetter.ORF.at
MO | 13.02.2012
Schwan im Sonnenuntergang (Bild: fotolia.de/Marco Thierbach)
CHRONIK
Kritik an rücksichtslosen Fischern
Jedes Jahr werden in Oberösterreich mehr als hundert Schwäne und andere Wasservögel durch Angelhaken verletzt. Die Tierrettung wirft den Fischern Schlamperei vor. Zuletzt wurde ein Schwan in Haibach ob der Donau vor dem Verenden gerettet.
Video on Demand

Video ansehen
Notoperation für Schwan
Der Schwan hatte sich völlig in einer Angelschnur verheddert. Der Angelhaken steckte im Schlund des Wasservogels. Der Schwan musste von der Feuerwehr gemeinsam mit der Tierrettung geborgen und von einem Tierarzt notoperiert werden.

Bis zu 120 Tiere pro Jahr
100 bis 120 Schwäne und Enten werden jedes Jahr durch Angelhaken und Schnüre verletzt, sagt Ulrich Grünzger, Präsident der Tierrettung Linz. Die Dunkelziffer sei jedoch sicher höher.
Grünzger appelliert vor allem an die Fischer, auf die Wasservögel mehr Rücksicht zu nehmen.
Tierrettung und Feuerwehr
Abgesehen vom Leid, das den Tieren zugefügt wird, sei auch der Aufwand für die Rettungseinsätze hoch. Oft müsse zusätzlich zur Tierrettung auch die Feuerwehr ausrücken, die tiermedizinische Behandlung sei ebenfalls kostspielig. Die Täter zu finden, sei schwierig, da es zu wenig Kontrollen gebe.

Keine Absicht
Landesfischermeister Karl Wögerbauer sagt, man nehme die Kritik, dass Wasservögel verletzt werden, sehr ernst. Zurückweisen müsse er aber, dass Absicht dahinter stecke.
Ganz Österreich
Oberösterreich News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News